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Die Arbeiten an der Kirche laufen auf Hochtouren. 

1,6-Millionen-Euro-Projekt macht Fortschritte

Neugestaltung der Kreuzkirche in vollem Gange

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Oberammergau - Offene Türen und fleißige Hände: Seit Ende April laufen die Arbeiten an der Kreuzkirche in Oberammergau. Ziel ist es, bis Ostern 2017 fertig zu sein. 

Seit sieben Jahren leitet inzwischen Pfarrer Peter Sachi die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde in Oberammergau – und das nach wie vor mit großer Freude: „Es ist ein Privileg, hier Seelsorger sein zu dürfen.“ Gerade in diesen Wochen spürt der 59-Jährige in seiner Gemeinde, zu der 20 Orte/Ortsteile von Linderhof bis Wildsteig und 1124 Mitglieder gehören, „eine Art Aufbruchstimmung und einen großen Zusammenhalt“. Es ist die Zeit, „wo wir unsere Kirche erneuern“.

Tatsächlich ist die Kirchengebäude-Ertüchtigung, wie es offiziell heißt, derzeit in vollem Gange. Ende April starteten die Arbeiten, die auf Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro geschätzt werden. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen beziehungsweise schon angegangen: Neubau eines Gemeindesaals, Verlegung des Kircheneingangs an die Stirnseite der Kreuzkirche mit Einbau eines Lifts, Installation eines ökologischen Blockheizkraftwerks für Pfarrhaus und Kirchengebäude, Barrierefreiheit, Einbau eines Steinbodens in der Kirche, Überholung der Kirchenorgel, Ertüchtigung des Glockenstuhls, Einbau einer Fußbodenheizung, und so weiter.

Das Spektrum der Maßnahmen ist beträchtlich, und daher trifft man sich auch jede Woche zum „Jour fix“, um gemeinsam mit dem Architekturbüro Beer aus München das Prozedere abzustimmen. Pfarrer Sachi ist bislang „sehr zufrieden“, wie es läuft: „Alles geht Hand in Hand, von den Planern über die Baufirmen, die Handwerker, freiwillige Helfer bis zur Landeskirche.“ Apropos Helfer: Vom Büro Beer ließ sich die Kirchengemeinde eine Liste anfertigen mit Arbeiten, die in Eigenregie zu erledigen sind: „Sechs Tage lang haben viele freiwillige Helfer richtig angepackt, jetzt ist der Eigenleistungskatalog komplett erledigt. Dadurch konnten wir rund 30 000 Euro einsparen“, schwärmt Pfarrer Sachi von seinen „Schäfchen“.

Auch sonst stoße man überall auf Entgegenkommen und Wohlwollen, erzählt der evangelische Geistliche. Besonders die römisch-katholische Schwestergemeinde St. Peter und Paul mit Pfarrer Dekan Thomas Gröner gewähre jedwede Unterstützung: „Die Sonntagsgottesdienste dürfen wir im katholischen Pfarrsaal feiern, auch unsere Seniorennachmittage halten wir dort ab. Sonntagabend kommen wir häufig in den Kirchen von Bad Bayersoien, Wildsteig und Schönberg zusammen, und Hochzeiten können wir in der Kappelkirche abhalten. Wir stoßen überall auf offene Ohren, die ökumenische und politische Gastfreundschaft ist großartig.“ Auch das alljährliche Generationen-Sommerfest am 17. Juli finde im katholischen Pfarrsaal statt.

Wenn der Baufortschritt wie geplant klappe, hofft Pfarrer Peter Sachi, dass das Osterfest im nächsten Jahr schon in der neugestalteten Kreuzkirche gefeiert werden kann. Das sei ein erstrebenswertes Ziel, „denn 2018 begehen wir das Jubiläum 90 Jahre Kirchweihe, wozu Regionalbischöfin Breit-Keßler ihr Kommen angekündigt hat“. Und danach steht ohnehin wieder der Passion vor der Türe.

Keine Frage: Pfarrer Peter Sachi fühlt sich rundum wohl in seiner Kirchengemeinde: „Ich darf heuer sogar bei der Aufführung Kaiser und Galiläer im Chor mitsingen. Das ist eine große Ehre.“ Noch sechs Jahre will er in Oberamergau wirken: „So Gott will, und ich es erlebe, habe ich vor, im Oktober 2022 in Ruhestand zu gehen.“ Dann geht er zurück nach München, in seine Heimatstadt. In Oberammergau will er nicht bleiben, „denn ich möchte Raum lassen für meinen Nachfolger.“ Bis es soweit ist, will Sachi weiter mit Gottvertrauen und Herzblut im Passionort wirken: „Hier Pfarrer zu sein, ist wunderschön.“

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