Ein willkommener Gast in Murnau: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (l.) kommt heuer wieder zum Neujahrsempfang der CSU. Diese Archivaufahme entstand beim Empfang der Partei im Jahre 2008. Mit dabei waren (v. v. l.) Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der damalige Bürgermeister Dr. Michael Rapp und die Landtagsabgeordnete Renate Dodell. Foto: Archiv as

Ein Neujahrsempfang für alle

Murnau - Murnaus Rathauschef Rolf Beuting will mit einem neuen Neujahrsempfang die gesamte Bevölkerung ansprechen. Dieser findet am 7. Januar im Kultur- und Tagungszentrum statt.

Sie gelten als Pflichttermine für die Vertreter des öffentlichen Lebens und als Plattformen für Austausch und Diskussion: Neujahrsempfänge. Die Marktgemeinde Murnau wird davon heuer erstmals gleich zwei abhalten: den tradititionellen mit der Bundeswehr im Offizierheim am Kemmelpark (21. Januar, 19 Uhr) und einen neuen im Kultur- und Tagungszentrum am Mittwoch, 7. Januar (19 Uhr). Das Besondere an diesem: Es können alle interessierten Bürger kommen - und nicht nur diejenigen, die auf der Gästeliste stehen.

Damit nicht genug: Auch die CSU lädt wieder ein - diesmal in das Nobelhotel Alpenhof (19. Januar, 19 Uhr). Als Ehrengast wird Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erwartet. Es gibt somit heuer in Murnau gleich drei große gesellschaftliche Ereignisse, mit denen das Jahr 2015 begrüßt wird.

Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) hat offenbar den besagten Abend für jedermann eigenmächtig ins Leben gerufen. Ihm gehe es darum, ein unpolitisches Treffen anzubieten, das alle Murnauer anspricht und die Möglichkeit bietet, miteinander ins Gespräch zu kommen, erklärt der Rathaus-Chef auf Tagblatt-Nachfrage. Im Mittelpunkt stehe neben einem Ausblick auf das kommunale Geschehen „die Kommunikation mit den ortsansässigen Institutionen und Vereinen“, schreibt Beuting in der Einladung. Und er stellt klar: „Ich sehe das nicht als Konkurrenz zum CSU-Empfang.“

Die Partei-Veranstaltung war für viele die inoffizielle Festlichkeit der Marktgemeinde zum Jahresauftakt. Dies lag wohl auch daran, dass die Schwarzen bis zur Kommunalwahl 2014 den Bürgermeister stellten. Andreas Müssig, Sprecher der CSU im Gemeinderat, hat jedoch mit Beutings Vorstoß kein Problem - und gibt sich gelassen. „Ich finde das ganz gut. Es spricht nichts dagegen“, sagt der Floristmeister zum neuen Empfang des Bürgermeisters. Ihm persönlich würde zwar ein anderer Rahmen, etwa ein Neujahrsgruß vor dem Rathaus, besser gefallen, meint Müssig. Aber er respektiere Beutings Entscheidung. Für die CSU-Zusammenkunft, die früher ebenfalls im Kultur- und Tagungszentrum stattfand, habe man mit dem Alpenhof bewusst eine neue Örtlichkeit gewählt. Denn: „Wir wollen zeigen, dass es eine andere Veranstaltung ist.“

Und wie geht es mit dem Bundeswehr-Empfang weiter? Beuting will daran nicht rütteln: „Dieser wird weiterhin Bestand haben.“ Er habe jedoch den Eindruck, dass sich dazu nur wenige Bürger eingeladen fühlen. Auch habe die Begegnung, an der jede Menge Soldaten teilnehmen und bei der viel über die Situation und die Zukunft der Werdenfelser Kaserne gesprochen wird, eine eher „militärische Ausrichtung“.

Interessant ist, dass der besagte Neujahrsempfang für die gesamte Bürgerschaft 2007 schon mal im Gemeinderat Thema war - und für eine kontroverse Debatte sorgte. Damals hatte diesen die Freien Wähler, SPD und ÖDP in einem gemeinsamen Antrag gefordert. Der Vorstoß scheiteret jedoch an der CSU, die dagegen war (wir berichteten). Welf Probst (Freie Wähler), einer der Initiatoren, begrüßt daher die aktuelle Entwicklung: „Es freut mich, dass der Antrag verspätet erfüllt wird.“ (as)

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