1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen

Neuner gibt City-Biathlon einen Korb - Organisatoren suchen neue Stars

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Das gibt es 2012 nicht: Biathletin Magdalena Neuner wird heuer nicht in der Garmischer Fußgängerzone ihre Runden drehen. Sie startet zur gleichen Zeit bei der Großveranstaltung in Gelsenkirchen. foto: bse-pictures
Das gibt es 2012 nicht: Biathletin Magdalena Neuner wird heuer nicht in der Garmischer Fußgängerzone ihre Runden drehen. Sie startet zur gleichen Zeit bei der Großveranstaltung in Gelsenkirchen. foto: bse-pictures

Garmisch-Partenkirchen - Es war immer irgendwie selbstverständlich: Magdalena Neuner startet beim City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen. Ausgerechnet heuer, in ihrem letzten Jahr, ist das nicht der Fall.

Es waren nicht Ruhpolding und auch nicht Chanty Mansijsk, wo Biathletin Magdalena Neuner ihr Abschiedsrennen gab. Obwohl ihre Zeit als Profi-Sportlerin zu Ende ist: Ihren letzten Wettbewerb bestreitet sie erst am 29. Dezember. Für Fans aus ihrer Heimat gibt es schlechte Nachrichten. Sie wird nicht wie in den vergangenen Jahren beim City-Biathlon durch die Garmischer Fußgängerzone fegen, sondern vor großer Kulisse beim Gaudi-Rennen in Gelsenkirchen auf Schalke ihren Ausstand geben. Beide Veranstaltungen fallen heuer auf den gleichen Tag.

Für Peter Fischer, Vorsitzender des Skiclubs Garmisch und Organisator des City-Biathlons, bedeutet das: „In den vergangenen Jahren waren immer Top-Sportler da, wir müssen versuchen, das Niveau zu halten.“ Wie das aussehen wird, darüber konnte sich Fischer noch gar nicht viele Gedanken machen. Eines aber ist klar: Am Datum wird nicht gerüttelt. „Wir müssen die Winterpause der Biathleten zwischen Weihnachten und Silvester nutzen.“ Und wer auf Schalke laufe, der würde auch einen Tag zuvor oder danach nicht in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen. Alle anderen Tage sind aber zu nah an den Feiertagen. Außerdem: Der 29. Dezember ist ein Samstag - perfekt also, um auch am Abend noch etwas im Kurpark für Gäste und Einheimische zu bieten. Die aber müssen erst einmal angelockt werden. „Man braucht einen Top-Star, am besten zwei. Sonst wird es hart“, sagt Fischer. „Wir müssen schauen, ob wir eine Alternative finden.“

Die muss es geben, davon ist Tourismuschef Peter Nagel überzeugt. „Wir werden den City-Biathlon nicht sterben lassen. Wir sind am Basteln, wie wir das abfangen können.“ Denn auch GaPa-Tourismus ist bei der Organisation mit im Boot. Und bereits kräftig am Tüfteln.

Nagel und Fischer träumen von einem „Winter im Park“ (wir berichteten), am besten zwei bis vier Wochen lang. „Da spielt der City-Biathlon eine tragende Rolle.“ Daneben solle im Michael-Ende-Kurpark einiges passieren. „Wenn wir dort Hütten aufstellen, wäre es toll, wenn sie bis zum letzten Weltcup-Wochenende der Alpinen stehen bleiben könnten“ - und genutzt werden. „Sport und Unterhaltung für Gäste und Einheimische“ kündigt Nagel zudem an. Details gibt er noch keine bekannt - die Planungen laufen aber.

An denen ist neben dem SC Garmisch und GaPa-Tourismus auch Alpin Convention beteiligt. „Nächste Woche führen wir erste Sponsorengespräche“, erklärt Nagel. Er will, dass die Angebote weiterhin kostenlos bleiben. „Bis Mitte April müssen wir deshalb wissen, wie es mit der Finanzierung aussieht.“ Dafür steht allerdings „mindestens ein sechsstelliger Betrag im Raum“. Für Nagel ist das trotzdem machbar, er zeigt sich ehrgeizig: „Wir sind dran, das ist keine Floskel, das ist Tatsache.“ Auch ohne den Zuschauermagneten Magdalena Neuner? „Ich weiß gar nicht, ob sie alle nur wegen ihr gekommen sind. Die Begeisterung hält ja schon zehn, zwölf Jahre an.“ Außerdem hat Garmisch-Partenkirchen ja noch ein großes Ass im Ärmel: „Es gibt doch einen neuen Shootingstar, die Miriam Gössner.“

kma

Auch interessant

Kommentare