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Hardrock made in Schongau: Die Band Höllenbriada spielt erdige Rockmusik fernab aller aktuellen Strömungen.

Um die 20 Bands wollten gerne auftreten

„Noiseclub“: Beste Festival-Stimmung mit zwölf Bands

Garmisch-Partenkirchen - Rock, Heavy Metal, Punk und Irish Folk  - beim "Noiseclub"-Festival in Garmisch-Partenkirchen war für jeden Geschmack etwas dabei. Zwölf Bands heizten auf zwei Bühnen ein.

Rock, Heavy Metal, Punk und Irish Folk – für „Noiseclub“ verwandelte sich das Jugendzentrum in Garmisch-Partenkirchen zum sechsten Mal in ein buntes Festivalgelände. Auf zwei Bühnen spielten insgesamt zwölf Bands. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei. Und das kostenlos. Während die Veranstalter am Freitag noch Glück hatten, denn das angekündigte Gewitter erreichte die Marktgemeinde erst eine Stunde vor Ende des Festivals um 23 Uhr, mussten sie am Samstag gleich von Anbeginn auf die Indoor-Bühne ausweichen. Aber an der guten Stimmung konnte das nichts ändern. Auch wenn wegen der Hitze am ersten Tag nicht so viele Zuhörer kamen wie gewohnt. Aber diejenigen, die nicht bis spät in die Nacht an einem See blieben oder daheim den Grill anwarfen, ließen sich von den Bands mitreißen und genossen zwei kurzweilige Abende.

„Die Idee dieses Festivals ist es, unsere eigenen Hausbands mit Gruppen aus anderen Regionen zusammenzubringen“, erklärte Wolfgang Sailer. Der Diplompädagoge leitet das Jugendzentrum, das es seit 35 Jahren gibt, seit 25 Jahren und möchte mit diesem Musik-Event dazu beitragen, dass auch für die jungen Leute mal was los ist. „Neben dem Hannibal am Hausberg, das ja für die Jugend auch etwas tut, gibt es hier wenig musikalische Angebote in dieser Richtung“, sagte er. „Das liegt aber nicht an Garmisch-Partenkirchen, sondern an seiner Nähe zu Innsbruck und München, die Städte saugen die Energie in Sachen Jugend und Musik ab.“ Da sei es wichtig, einen Teil davon in die Marktgemeinde zu holen. Die Nachfrage besteht jedenfalls, so wollten an die 20 Bands auf seinem Festival auftreten. „Die Warteliste war lang“, denn Live-Musik in diesem Rahmen sei bei den aktiven und passiven Musik-Fans im Landkreis gefragter denn je. „Die Bands organisieren sich untereinander selbst“, berichtete Sailer. Und die Jugendlichen, die sonst zum Kickern, Kochen oder Billardspielen ins Jugendzentrum am Kankerweg kämen, hätten das Event wieder genossen.

Besonders Hardcore-Musik kommt bei der heutigen Jugend an, sagte Sailer. Aber auch Oldies von Bob Dylan und den Rolling Stones hätten nach wie vor ihren Platz. Insgesamt sei die Musik breiter gefächert als früher. „Das Angebot ist eben auch entsprechend groß.“

Viele der auftretenden Bands kamen aus Garmisch-Partenkirchen, andere aus Kempten, München oder Schongau. Benedict Mooshofer (23) spielt seit seinem 14. Lebensjahr Schlagzeug. Für die Gruppe „Aavaa“ (persisch für „schöner Klang“) stand der Bankkaufmann aus Garmisch-Partenkirchen, der in den vergangenen Jahren schon in anderen Formationen beim Festival aufgetreten war, dieses Mal auf der Bühne. „Die Stimmung ist super und die Leute sind gut drauf“, meinte er nach seinem Auftritt. Und Jessica Urban aus Burgrain, Schülerin am St.-Irmengard-Gymnasium, die zum ersten Mal dabei war, freute sich über die vielseitige Musik. „Endlich wird hier auch mal für uns etwas geboten, und die Musiker haben echt was drauf“, betonte die 16-Jährige. Aber nicht nur die jugendlichen Gäste waren begeistert, auch die etwas älteren hatten ihren Spaß. Marion Rauchenzauner, Erzieherin aus Garmisch-Partenkirchen, die schmunzelnd erklärte, sie hebe den Altersdurchschnitt der Veranstaltung, meinte gut gelaunt: „Eine super Stimmung, im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“ Barbara Falkenberg

Die Bands:

Am Freitag traten auf: „Deaf Sinner“, SpiriZ, Aavaa – eine Band, die sich aus den ursprünglichen Gruppen Feetback und „Tu was“ neu formiert hat – aus Garmisch-Partenkirchen, Höllenbriada aus Schongau, „GeorgiaRina and the Loose Screws“ und „Stepfather Fred“ aus dem Allgäu; am Samstag spielten: Felix K., Christian Egginger, „Captain Aloysius“, Mutterbeast, „Dirty Temple“ und Stoabüüz aus Garmisch-Partenkirchen sowie „Die Tollsten“ aus Weilheim.

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