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So soll's bleiben: Das Netzwerk NOLympia lehnt Olympische Spiele in Garmisch-Partenkirchen entschieden ab.

Bewerbung für die Spiele 2022

NOlympia fürchtet "Jahre des Stillstands"

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Garmisch-Partenkirchen - „Kein guter Tag für Garmisch-Partenkirchen“: Das Netzwerk NOlympia hat mit harscher Kritik auf die Abstimmung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) reagiert, dass sich München, Garmisch-Partenkirchen, Ruhpolding und Schönau am Königssee für die Winterspiele 2022 bewerben.

„Es ist zu erwarten, dass jetzt wieder, wie bei der Bewerbung für München 2018, Jahre des Stillstands im Ort herrschen werden. Denn die Erwartung möglicher Spiele, die angeblich alle Probleme lösen sollen, wird jede Weiterentwicklung des Ortes jenseits von Schnee und Wintersportveranstaltungen lähmen“, betont Sprecher Axel Doering.

Dem veränderten Sportstättenkonzept stellt Doering ein schlechtes Zeugnis aus. „Gegenüber der kläglich gescheiterten Bewerbung München 2018 hat sich für Garmisch-Partenkirchen deutlich weniger geändert, als die Bewerber glauben machen möchten. Nur das Olympische Dorf wird etwas kleiner“, meint er. In der vorgelegten Studie fehlten viele Aussagen, andere seien wachsweich, und wieder andere würden bewusst falsche Eindrücke erwecken.

Olympia 2022: Aktuelle Infos und Hintergründe

Schließlich kritisiert NOlympia erneut die Bedingungen für die Spiele. „Nirgends in der Konzeptstudie steht auch, dass die Bewerberorte sich durch Unterzeichnung des Host City Vertrages mit Haut und Haar dem Diktat des IOC (Internationalen Olympischen Komitees, Anmerkung der Redaktion) ausliefern müssen. Diesen Vertrag müssten die Verantwortlichen offenlegen.

Für den Bürgerentscheid fordert Doering eine „klare, neutrale Frage“, die die „Antwort nicht schon beinhaltet“. Und er fordert die Kommune auf, zur Ausschreibung ein Beiblatt mit Pro und Contra beizulegen.

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