Tourismus im Ammertal

Oberammergau bekommt wieder einen Bikepark

Oberammergau - Lukas Gerum und Markus Reiser planen eine neue Anlage am Kolben. Die Leader-Förderung in Höhe von 60.000 Euro steht schon.

In den vergangenen Monaten hatte sich schon angedeutet, dass am Kolben etwas ins Rollen kommt. Nun steht fest: Es wird wieder einen Bikepark in Oberammergau geben – nachdem der letzte vor fünf Jahren geschlossen wurde. Lukas Gerum und Markus Reiser, beide 30-jährige Familienväter aus Oberammergau und Mountainbike-Freaks, planen elf Radstrecken unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. „Es gibt in unserer Region viele Forstwege, die Mountainbiker nutzen können, aber nur wenige Gelände-Touren“ begründet Reiser das Projekt. Das soll sich nun ändern. Da Biken immer mehr zum Volkssport werde und sich die Saison durch die Klimaveränderungen, die steigenden Temperaturen locken auch noch im November aufs Fahrrad, immer weiter ausdehne, steige die Nachfrage ständig. „Wir haben in unserer Region optimale Bedingungen für leichte bis anspruchsvolle Strecken. Grundstücksbesitzer und Umweltschutz haben bereits grünes Licht gegeben“, sagte Gerum bei der zweiten Sitzung der LAG-Zugspitzregion in Garmisch-Partenkirchen. Dort stellten die Ammertaler ihr Projekt vor, um in den Genuss der Leader-Förderung zu kommen. Und die beiden Sportler stießen auf reges Interesse im Gremium. Schließlich sind Alternativen zum Wintertourismus und private Initiativen immer mehr gefragt. Der Bikepark soll jährlich rund 5000 Besucher anlocken, die Strecken werden größtenteils durch Wald führen, großflächige Rodungen seien nicht notwendig. Auf einer Gesamtstrecke von etwa sieben Kilometern Länge mit einem Höhenunterschied von bis zu 230 Metern will man die Kolbensattel-Region für Radler interessanter machen. Die Trails werden keine Wanderwege kreuzen und sind, da sie größtenteils durch Waldgebiet führen, vom Tal aus nicht sichtbar. Die Radfahrer könnten sich von den beiden Schleppliften am Kolbensattel zu ihrem Starpunkt ziehen lassen. „Der Trend zum Biken ist nicht mehr aufzuhalten. Nun gilt es, ihn in geregelten Bahnen zu halten und die Aktiven beispielsweise davon abzuhalten, mit ihren Zweirädern die Wanderwege unsicher zu machen“, erläutert Gerum einen weiteren Vorteil des Parks. Insgesamt errechneten die beiden Initiatoren für den Streckenbau 150.000 Euro Kosten. In ihrem Antrag ans LAG-Gremium erhofften sie sich eine Leader-Förderung von 60.000 Euro. Diese wurde am Ende mit großer Mehrheit genehmigt.

Rubriklistenbild: © dpa

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