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Präsentation vor Kunstwerk: Florian Hoffrohne, Geschäftsführer der Ammergauer Alpen GmbH, und Stellvertreterin Nicole Richter mit dem Jahresbericht über das vergangene Tourismusjahr. 

Weiter über 800.000 Übernachtungen

Ammergauer Alpen: Chinesen in Bad Kohlgrub „dahoam“

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Sie sind stabil, die Tourismuszahlen der Ammergauer Alpen. Das zeigt der Bericht für 2016. Und den gibt es nun zum ersten Mal in gedruckter Form. 

Oberammergau – Elektronische Medien erobern immer mehr den Markt: Egal ob Smartphone, Tablets, E-Books, Laptop oder PC – wer sich informieren will, surft oder „wischt“ nur noch. Im Blitztempo laufen die Nachrichten ein. Diesem Trend steuern bei der Publikation der aktuellen Tourismuszahlen die Ammergauer Alpen entgegen: Erstmals gibt es jetzt den Jahresbericht in gedruckter Form, als 48-seitige Broschüre. Geschäftsführer Florian Hoffrohne begründet diesen Schritt: „Wir glauben einfach, dass unsere Leistungsträger und Partner so eine Bilanz lieber in geballter Form haben, um darin blättern zu können anstelle sich am PC die vielen Zahlen anzuschauen.“

Rückgang der Betten bereitet Sorgen

Sein ganzes Team hat in verschiedenen Beiträgen zu dem Heft beigetragen und so eine Fülle von Infos zusammengestellt. Hoffrohne: „Wir wollen damit Transparenz schaffen und das breite Spektrum des Tourismus im Tal aufzeigen.“ Die wichtigste Frage: Wie lief 2016 bei Übernachtungen und Ankünften? Antwort: Es läuft. Bei den Übernachtungen gab es zwar ein leichtes Minus von 1,9 Prozent, doch blieb man immer noch über der magischen Marke von 800 000 (exakt 800 694). Mit ursächlich dafür ist die Tatsache, dass der König-Ludwig-Lauf abgesagt wurde. Allein Oberammergau machte hier ein Minus von 10,5 Prozent. Die Ankünfte in der Region sind leicht angestiegen (0,4 Prozent), auf 213 687. Zum Vergleich: Der Mittelwert der Jahre 2011 bis 2015 lag noch bei knapp über 180 000 Ankünften. Geschäftsführer Hoffrohne ist zufrieden: „Hier kann von einem sehr stabilen und guten Wachstum gesprochen werden.“

Sorgen bereitet den Verantwortlichen ein Trend, der seit Jahren anhält – nämlich der Rückgang der Bettenkapazität. Aktuell halten die 642 Unterkünfte 6583 Betten für Gäste bereit. Im Jahr 2008 waren es noch 8023. Die Entwicklung in den Orten:

-Oberammergau

(von 3170 auf 2908)

-Bad Kohlgrub

(2166/1490)

-Bad Bayersoien

(1001/874)

-Ettal (703/664)

-Saulgrub/Altenau

(579/366)

-Unterammergau

(404/281)

Positive Effekte durch Naturpark erhofft

Woher kamen nun vergangenes Jahr die meisten ausländischen Gäste? Mit 16 Prozent bei den Übernachtungen und 13 Prozent bei den Ankünften lagen die Benelux-Staaten klar an der Spitze, gefolgt von den Italienern, Schweizern, Amerikanern und Briten. Die Chinesen, die man tagtäglich in Oberammergau fotografieren und filmen sieht, machen nur jeweils vier Prozent aus. Spitze sind die Gäste aus Fernost dagegen in Bad Kohlgrub, wo sich, wie Nicole Richter, Stellvertretende Geschäftsführerin der Ammergauer Alpen, weiß, „einige wenige Häuser auf chinesische Reisegruppen und deren Bedürfnisse spezialisiert haben“. In Bad Bayersoien liegen die Schweizer ganz vorn, in Saulgrub übernachten dagegen viele slowenische Urlauber. National machen die Bayern mit 41 Prozent bei den Ankünften den Löwenanteil aus, gefolgt von Baden-Württemberg (16 Prozent) und NRW (12 Prozent). Alle neuen Bundesländer kommen zusammen nur auf sieben Prozent.

Und noch eine interessante Zahl: Auf Basis der aktuellen Übernachtungszahlen ergab sich 2016 ein Bruttoumsatz aus dem Tourismus von zirka 149 Millionen Euro – am meisten davon profitiert haben mit 55 Prozent das Gastgewerbe und die gastronomischen Betriebe. Diese Wertschöpfung soll weiter steigen, wenn die Ammergauer Alpen erst einmal mit dem Prädikat Naturpark werben können.

Info

Der Tourismus-Jahresbericht 2016 ist ab sofort kostenlos in allen Büros der Ammergauer Alpen erhältlich.

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