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Seine Reize hat eine Bahnfahrt zwischen Murnau und Oberammergau auch im Winter. 

Ammergauer Alpen locken mit neuem Angebot

Aufgesprungen: Urlaubsgäste dürfen bald kostenlos Bahnfahren

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Kein Aprilscherz: Ab 1.4. wird Gästen in den Ammergauer Alpen ein ganz besonderer Service geboten.

Oberammergau – Urlauber, die Benzin sparen und ihr Auto schonen wollen. Eine neue Zielgruppe in den Ammergauer Alpen. Denn Erholung und Entspannung gänzlich ohne des Deutschen liebstem Kind ist in Kürze dort keine Illusion mehr. Ganz nach dem Motto: Wer sein Auto liebt, fährt Bus und Bahn . . .

Nachdem bisher schon das Busfahren mit dem Regionalverkehr Oberbayern für Inhaber einer elektronischen Gästekarte im Tal kostenlos ist, konnte jetzt nach langen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn erreicht werden, dass auch die Zuglinien der DB Werdenfels-Bahn zwischen Oberammergau und Murnau sowie zwischen Garmisch-Partenkirchen und Uffing unentgeltlich genutzt werden können. In diesen Genuss kommen ab dem 1. April Übernachtungsgäste des Naturparks Ammergauer Alpen sowie des Blauen Landes. Klar, dass da Geschäftsführer Florian Hoffrohne ob dieser wichtigen Errungenschaft strahlt: „Aus Sicht unserer Naturparkregion sowie des Blauen Landes ist die neue Kooperation mit der DB Regio Werdenfels ein weiterer zentraler Baustein für das zukünftige nachhaltige Angebot bei uns. Es ermöglicht unseren Urlaubsgästen zusammen mit dem freien Busfahren bei der RVO/RVA eine fast lückenlose Fortbewegung während des Aufenthalts in ihrem Urlaubsgebiet.“

Bereits das kostenlose Busfahren, das seit 2012 möglich ist, erfreut sich bei den Urlaubsgästen und Familien großer Beliebtheit. Dass man nun auch auf der Schiene zum Nulltarif von A nach B reisen kann, stärkt den öffentlichen Personennahverkehr in den Ammergauer Alpen: Nutzer sparen sich das Benzin für’s Auto und leisten gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt.

Wenn nun Gäste ab dem 1. April das kostenlose Zugfahr-Angebot nutzen wollen, benötigen sie neben der elektronischen Gästekarte noch einen Lichtbildausweis sowie einen Papierabschnitt, den sie von ihrem Gastgeber erhalten. Dies begründet Anni Hutter, bei den Ammergauer Alpen zuständig für die elektronische Meldung, wie folgt: „Nur so können die Zugbegleiter feststellen, dass es sich um gemeldete Urlaubsgäste handelt.“ Aufgrund des durchgehenden Stundentakts der Züge von 5 Uhr in der Früh bis Mitternacht sind Gäste künftig wesentlich flexibler unterwegs, wie Anni Hutter erläutert: „Da der letzte Zug erst um halb Zwölf geht, kann man beispielsweise bei abendlichen Unternehmungen auch leichter auf sein Auto verzichten.“ Simon Bauer, Destinationsmanager für das Blaue Land, freut sich auch: „Gerade die Achse sowohl ins Ammertal als auch ins Loisachtal macht die Freifahrt für unsere Gäste besonders attraktiv.“

Ammergauer-Alpen-Chef Hoffrohne ergänzt, dass letztlich die Kooperation mit der Deutschen Bahn nur möglich gewesen ist, „weil alle Kommunen sprich Bürgermeister und Gemeinderäte zugestimmt und damit ihren Willen zu einer Zusammenarbeit bekundet haben“.

Die Vereinbarung zwischen den Gemeinden und der Bahn gilt vorerst jedoch nur bis Jahresende 2019. Dazu Jennifer Sauer, Verkehrsvertragsmanagerin der DB Region Bayern: „Wir wollen in diesem Jahr für das Pilotprojekt gemeinsam Erfahrungen sammeln, um diese dann eventuell in eine langfristige Lösung einfließen zu lassen.“ Eines freilich werden sich Nutzer sicherlich wünschen: Dass nämlich die Züge auf der Bahnstrecke Murnau- Oberammergau nicht so häufig ausfallen, wie das in jüngerer Vergangenheit immer wieder der Fall war . . . Da hilft dann auch das beste Angebot nichts, wenn man es nicht nutzen kann!

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