+
Schlüsselszene: Jesus (Frederik Mayet) am Kreuz bei der Passion 2010.

Passion 2020

Arrangement-Verkauf beginnt im März

Oberammergau - Noch bis zum 3. Februar läuft das Vergabeverfahren für die Arrangements. Nächste Woche geht es um die Modernisierung des Theaters. Für die Passion 2020 werden jetzt die Weichen gestellt.

Es ist ein wichtiger Termin für alle Touristiker, der immer näher rückt: Die Fachmesse ITB, die vom 8. bis 12. März in Berlin stattfindet. Sie markiert auch auf dem Weg zur Passion 2020 einen Meilenstein für die Verantwortlichen in Oberammergau – allen voran Werkleiter Rutz. „Dann läuft der Verkauf der Arrangements an“, erklärt er. Das bedeutet: Bis dahin muss feststehen, was die einzelnen Pakete enthalten – also welche Hotels und Restaurants mit im Boot sind. „Früher hat es ausgereicht, die Hotelkategorie anzugeben“, erklärt Rutz. Heutzutage muss der Betrieb konkret genannt werden. Für die Vergabe läuft derzeit noch bis zum 3. Februar, wie berichtet, die Ausschreibung. Ab dem ITB-Termin geht es dann darum, möglichst viele Pakete an die internationalen Partner verkaufen zu können. Der Schwerpunkt liegt bei der Passion 2020 nicht mehr wie in den Jahrzehnten zuvor auf dem amerikanischen Markt. Wie Rutz schon vielfach erklärt hat, rücken die Wiederverkäufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Fokus. In einem Jahr, im ersten Quartal 2018, können dann auch Privatpersonen Arrangements buchen. Wann mit dem Verkauf von Einzeltickets für die 102 Vorstellungen von Mai bis Oktober 2020 begonnen wird, kann Rutz derzeit noch nicht sagen.

Klar ist aber: Je früher es eine Marke gibt – also eine so genannte CI (Corporate Identity), umso besser lässt sich für die 42. Passion werben. Deshalb steht das Thema Plakat sehr weit oben auf der Arbeitliste beim Eigenbetrieb Oberammergau Kultur. Es soll strukturierter laufen als vor zehn Jahren, als erst 2009 Logo, Schriftzug und Plakat präsentiert werden konnten. Bei der Vorbereitung gelte es eine Grundsatz-Frage zu klären: Will man beim Plakat auf das 2010er-Bild aufbauen und es weiterentwickeln. „Oder soll es etwas völlig Neues geben“, sagt Rutz.

Auf seiner Agenda steht in den nächsten Monaten auch, dass die Werbe- und Marketingstrategie festgelegt wird. Weiteres Thema ist die Infrastruktur rund ums Theater. Und natürlich auch die Sicherheit. Es gelte, erste Gespräche mit den politischen Verantwortlichen in München zu führen. Zum Beispiel darüber, wer die Kosten für ein deutlich ausgeweitetes Sicherheitskonzept übernimmt.

Ende 2017 steht dann ein wichtiger Termin an: „Der Aufruf zur Mitwirkung“, erklärt Rutz. Vor zehn Jahren waren 2300 Oberammergauer spielberechtigt. Für den Bart–Erlass gibt es mit Aschermittwoch 2019 bereits einen fixen Termin. Offen ist, wann die Gelübdeerneuerung mit der Bekanntgabe der Hauptdarsteller stattfindet.

Bereits am kommenden Montag ist die Passion 2020 Thema im Bauausschuss des Gemeinderates. Dann geht es um die Modernisierung des Bühnenhauses vom Theater. Wie berichtet, sollen für 1,5 Millionen Euro die völlig veralteten sanitären Anlagen ausgetauscht werden. Außerdem ist eine große Umkleide für das Volk geplant.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Autobahnende: BMW fängt Feuer
Eschenlohe - Großeinsatz für die Feuerwehr Eschenlohe: Ein BMW hatte am Autobahnende Feuer gefangen.
Autobahnende: BMW fängt Feuer
„Marriage-Week“: Murnau fasst sich ein Herz
Murnau - Im Alltag bleibt die Liebe oft auf der Strecke. Die „Marriage-Week“ feiert sie, ermutigt und unterstützt Partner in ihrer Beziehung. In vielen Regionen hat sich …
„Marriage-Week“: Murnau fasst sich ein Herz
Geplantes Team-Ressort stark gefragt
Garmisch-Partenkirchen – Bezahlbare Wohnungen sind in Garmisch-Partenkirchen Mangelware. Vor allem für Azubis. Franz Hummel will dies mit seinem geplanten Teamressort …
Geplantes Team-Ressort stark gefragt
Führer-Vergleich in Mittenwald: Schlimmer geht’s nimmer
Mittenwald –  Die Lage spitzt sich zu in Mittenwald, die Fronten sind verhärtet: Die Infoveranstaltung der Freien Wähler zum Thema Schwimmbad am Wochenende war voll …
Führer-Vergleich in Mittenwald: Schlimmer geht’s nimmer

Kommentare