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Eitel Sonnenschein herrschte noch im Sommer vergangenen Jahres unter den Gesellschaftern der Ammergauer Alpen GmbH, als die Verträge bis Ende 2021 verlängert wurden: Geschäftsführer Christian Loth (3.v.l.) mit den Bürgermeistern (v.l.) Rupert Speer, Karl-Heinz Reichert, Michael Gansler, Josef Pössinger und Vize Eugen Huber.

"Ein Glücksfall für die Region"

Ausstieg von Christian Loth: Das sind die Reaktionen

Oberammergau - Christian Loth, Chef der Ammergauer Alpen, geht im Sommer: Bei Vermietern und Gesellschaftern ist das Bedauern über seinen Abgang groß.

Lauter Strahlemänner (und eine -Frau) trafen sich vor knapp einem halben Jahr in der Tourist-Info der Ammergauer Alpen GmbH in Oberammergau: Vorzeitig verlängerten da die Gesellschafter der sechs Gemeinden im Ammertal in Person der jeweiligen Bürgermeister die Zusammenarbeit im Tourismus bis zum Jahr 2021. Jetzt, nach Bekanntwerden des Ausstiegs von Geschäftsführer Christian Loth zum 30. Juni, herrscht erstmal Ernüchterung vor - gepaart mit Verständnis, Wehmut, Wertschätzung und Anerkennung.

Als „sehr schade“ empfindet es Bad Bayersoiens Bürgermeisterin Gisela Kieweg, „dass Herr Loth nun geht“. Er habe die Region touristisch mit seinen Ideen nach vorne gebracht. Kieweg nennt hier als Beispiel die elektronische Gästekarte, das kostenlose Busfahren und die Initiative um den Naturpark: „Es war alles so schön im Fluss. Aber ich habe auch Verständnis, wenn sich ein Mann von dieser Qualifikation andere Herausforderungen sucht.“ Der Bad Kohlgruber Hotelier Stefan Glas hat Christian Loth als „ungemein angenehmen Menschen und fähigen Touristiker“ kennengelernt. Er habe die Zeichen der Zeit erkannt und das Ammertal zusammengebracht: Auch die Kooperation mit dem Blauen Land sei ja auf ihn zurückgegangen. Und die Idee mit dem Hörnle als Zeitberg habe zur Attraktivitätssteigerung beigetragen.

Gar von einer „phantastischen Zusammenarbeit“ mit Christian Loth spricht Josef Zwink, Vorsitzender des Vereins „Pro Gast Tourismus“, der 40 Kleinvermieter, einige Hoteliers und 20 Einzelhändler vertritt. Für die Vermieter sei Loths Weggang „ein herber Verlust“, denn mit seiner dynamischen, engagierten und auch hartnäckigen Art habe er viele Dinge angestoßen und auch verwirklicht: „Für die Region der Ammergauer Alpen war er ein absoluter Glücksfall“, betont Zwink. Wie er alle unter einen Hut gebracht habe, verdiene großen Respekt und Anerkennung.

Als einen Chef, „wie man sich ihn nicht besser wünschen könnte“, beschreibt Anni Hutter, Stellvertretende Geschäftsführerin der Ammergauer Alpen, die Person Christian Loth. Es habe ein sehr gutes Klima im Team der Mitarbeiter geherrscht, was maßgeblich ihm mit seiner lockeren, menschlichen und sehr umgänglichen Art zu verdanken gewesen sei. Nur Lob und Anerkennung empfindet auch Bad Kohlgrubs Bürgermeister Karl-Heinz Reichert für den Noch-Geschäftsführer: „Christian Loth hat die Marke Ammergauer Alpen in fünf Jahren sehr gut aufgestellt. Die Erfolgsstory dieses touristischen Verbunds ist eng mit seinem Namen und seinem Engagement verbunden“. Persönlich versteht Reichert, dass Loth nun diesen Schritt gehen will, auch wenn er sich gewünscht hätte, dass er seine gute Arbeit hier fortsetze. Doch in jedem Abschied liege die Chance auf einen Neubeginn, auch wenn die Fußstapfen, die der scheidende Geschäftsführer mit seinem Weggang hinterlasse, groß seien und erst einmal adäquat ausgefüllt werden müssten.

Ludwig Hutter

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