Mehr und schnellere Züge

Bahnstrecke für zwölf Jahre gesichert

Oberammergau/Murnau - Die Bayerische Eisenbahngesellschaft plant für die Strecke zwischen Oberammergau und Murnau ein verbessertes Fahrplankonzept. Künftig sollen mehr und schnellere Züge eingesetzt werden.

Auch der Oberammergauer Landtagsabgeordnete Florian Streibl fährt gerne mal mit der Bahn nach Murnau, wenn er dort etwas zu erledigen hat. Doch nicht nur deshalb ist es für den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler ein „verkehrspolitisches Armutszeugnis“, dass auf der Strecke zwischen Murnau und Oberammergau bis zum 11. Januar 2011 witterungsbedingt keine Regionalzüge mehr fahren (wir berichteten). Streibl befürchtet vielmehr, dass der Bahnverkehr auf diesem Abschnitt schon bald komplett eingestellt wird.

Diese Ängste kann Franz Lindemair zerstreuen. „Erst in diesem Sommer hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) den Zugverkehr auf der Strecke nach einer EU-weiten Ausschreibung für weitere zwölf Jahre mit verbessertem Fahrplankonzept bei uns bestellt“, erklärt der Pressesprecher der Deutschen Bahn AG in Bayern. Dieses Konzept sieht Lindemair zufolge im Wesentlichen den Einsatz von mehr und vor allem von schnelleren Zügen vor.

Zum Hintergrund: Die BEG plant, finanziert und kontrolliert den Nahverkehr im Freistaat. Sie handelt im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums und entscheidet, welche Strecken wie oft und mit welchen Zügen befahren werden. Die DB Regio Oberbayern setzt diese Vorgaben für die BEG auf den Strecken, für die sie den Auftrag hat, um.

Trotz der Aussicht auf ein verbessertes Fahrplankonzept ist Streibl der Schienenersatzverkehr, der derzeit zwischen Murnau und Oberammergau die Züge ersetzt, ein Dorn im Auge. „Er stellt keine vergleichbare Alternative dar.“ Deshalb hat sich der Landtagsabgeordnete schriftlich an Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) gewandt, um „ein schnellstmögliches Ende dieses Intermezzos anzumahnen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Gleichzeitig hat Streibl die Staatsregierung aufgefordert, zusammen mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn und der BEG „an tragfähigen Lösungen zu arbeiten, wie witterungsbedingte Ausfälle künftig erfolgreich verhindert werden können“. Schließlich sei die Strecke nicht nur touristisch enorm wichtig für die Region. „Es werden täglich auch zahlreiche Schüler befördert.“ (sis)

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