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Gute Stimmung im Partybuss - trotz Verspätung.

Ammergauer Brettlnacht - Verspätung inklusive

Ammertaler Konzertmarathon mit Hindernissen

Ammertal - 700 Musikfans haben am Samstag gefeiert – und das nicht nur an einem Ort im Ammertal. Dazu, dass die Brettlnacht ein perfekter Partyabend war, fehlte ein Element: Pünktlichkeit.

Mit einem neuen, erweiterten Konzept hat Veranstalter Rupert Reggel von Holiday-Event die sechste Auflage der Ammergauer Brettlnacht gestaltet. Und darauf geachtet, dass es keine Überschneidungen mit Veranstaltungen gab. Trotzdem ist die Bilanz, die er mit rund 700 Besuchern zieht, „nur“ zufriedenstellend. „In vielen Bereichen waren die Rückmeldungen der Leute gut. Wir werden sehen, was noch verbessert werden kann“, sagt Reggel.

Heuer wurden für das Oberammergauer Musik- und Kabarettfestival erstmals zusätzliche Bühnen in den Nachbarorten Unterammergau und Wurmansau zur Verfügung gestellt. Insgesamt traten zehn Musiker in zehn verschiedenen Lokalen auf, die Veranstaltungsorte wurden von einem Partybus angesteuert. Dieser konnte den geplanten 30-Minuten-Takt jedoch nicht einhalten, was bei einigen Gästen für Unmut sorgte. Die jüngere Generation störte sich daran jedoch wenig und feierte ausgelassen im Bus, in dem es auch einen Barbetrieb gab.

So ging es munter durchs Ammertal, wo ein bunter Musikmix anstand. Bei Tini sorgte etwa Hanse Schoierer für ein volles Haus. Das bayerische Musikkabarett-Urgestein kombinierte Gitarrenriffs mit weißblauem Dialekt und gab unter anderem den ehemaligen Wiesnhit „Haberfeldtreiber“ zum Besten. Hingegen ließ die Murnauer Gruppe „Fretless“ im Bemsl eine tanzbare Mischung aus Latin, Funk und Rock ertönen.

Absoluter Publikumsmagnet war jedoch die Peitinger Newcomerband „Rigoros“, die dynamischen Heimatsound spielte – darunter sowohl eigene Stücke als auch Coversongs. Bald war der Saal im Gasthof Rose so überfüllt, dass man nur noch im Flur einen Platz bekam. Weitaus zurückhaltender ging es im Unterammergauer Dorfwirt zu, in dem der Münchner Singer-Songwriter Freddy González die Gäste mit den fein gezupften Tönen seiner Akustik-Gitarre verzauberte. Wer zu guter Letzt einen Abstecher zum Ammertaler Hof in Wurmansau machte, bekam eine kreative Vorstellung geboten. Die drei Frauen der Band „Mayflys Memory“ nahmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Zeitreise von Swing über Folk bis hin zu modernem Singer-Songwriter-Pop. Dabei werden die Coversongs Mithilfe von Melodica, Ukulele, Gitarre sowie Schlaginstrumenten völlig neu interpretiert und arrangiert. Besucherin Katherina Maier zeigte sich vom Ablauf begeistert: „Bei dem vielfältigen Programm ist für jeden Geschmack etwas dabei.“ Auch ihr Lebensgefährte Sebastian war bis auf einen Wermutstropfen zufrieden: „Es ist wirklich schade, dass der Shuttlebus so unzuverlässig war.“ Was die Zukunft betrifft, will Reggel an dem Konzept festhalten. „Die Brettlnacht soll in der Form noch einmal stattfinden – mit einigen Optimierungen.“

Constanze Wilz

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