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Die CSU-Mannschaft: (v.l.) Arno Machnitzke, Ludwig Fischer, Ariane Hauswirth, Thomas Knöpfle, Gerhard Müksch, Monika Kasseckert-Müksch, Dieter Jesgulke, Thomas Schauer, Markus Köpf, Andreas Rödl und Simon Fischer.

Kommunalwahl ist noch kein Thema

CSU Oberammergau stabilisiert sich mit Köpf

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Teamplayer statt One-Man-Show: Beim CSU-Ortsverband ist wieder Ruhe eingekehrt. Weil alle an einem Strang ziehen.

Oberammergau – Die Turbulenzen liegen hinter ihr. Nur ungern denkt man bei der CSU Oberammergau an die fünf Jahre zurück, in denen sie sich bei ihrem Chef-wechsel-dich-Spielchen nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Mit Markus Köpf ist Ruhe eingekehrt. Bei der Hauptversammlung im Hotel Alte Post wurde er nun einstimmig für seine dritte Amtszeit bis 2019 bestätigt.

Mit dem Stellvertretenden Schulamtsleiter nimmt der Ortsverband seit 2013 wieder Fahrt auf. Woran liegt’s? Am Energy-Drink, den sich Köpf auch bei Gemeinderatssitzungen gerne kredenzt? Er lacht. Nein, das ist nicht sein Geheimrezept. Die positive Entwicklung führt er auf andere Dinge zurück. „Wir sind eine homogene Truppe“, sagt er auf Tagblatt-Nachfrage. Das Zwischenmenschliche stimmt, der Teamgedanke zählt. „Das ist keine One-Man-Show.“ Jeder bringt sich ein. Jung wie alt. Der Altersdurchschnitt beim Ortsverband liegt bei 59 Jahren. Eine gute Mischung, wie Köpf findet. Zumal „viel Erfahrung“ in den Reihen vorhanden ist.

Der Vorsitzende setzt auf Kontinuität und Geschlossenheit. Attraktiv soll er sein, der traditionelle Ortsverband. „Für alle gesellschaftlichen Schichten.“ Mit dieser Absicht zielt er aber noch nicht auf die Kommunalwahlen 2020. Ob aus dem Kreis der CSU diesmal ein Bürgermeister-Kandidat hervorgehen wird, dazu kann Köpf noch nichts sagen. Es sei zu früh dazu. Erst müsse das intern überlegt werden, ob und wie man sich aufstellt. Gleichzeitig räumt er ein, dass es sicherlich der Anspruch der CSU sei, jemanden ins Rennen zu schicken. Schließlich brachte der Ortsverband einst Ministerpräsident Max Streibl oder Landrat Helmut Fischer hervor.

Neues Angebot: Informationen per Twitter

Statt sich mit solchen Personalfragen zu beschäftigen, rückt Köpf derzeit andere Themen in den Fokus. Bei seinem Bericht in der Versammlung, bei der auch CSU-Kreisvorsitzender Dr. Michael Rapp anwesend war, ging er in Bezug auf die Gemeinderatsarbeit vor allem auf die ungelöste Rathaus-Situation ein. „Es ist kein Geheimnis, dass die CSU einen finanzierbaren und wirtschaftlichen Neubau in der Schnitzlergasse noch vor dem Passion favorisiert hätte.“ Deshalb wolle sie alles daran setzen, nach 2020 in einem Rats- oder Bürgerbegehren die Dorfbewohner endgültig zwischen Neubau oder Umbau des Ammergauer Hauses entscheiden zu lassen.

Breiten Raum nahm auch die nahezu alles überlagernde Passion ein. Der Gemeinderat sei voll im Zeitplan, versicherte Köpf den zahlreich erschienenen Mitglieder. Dabei brachte er Werkleiter Walter Rutz ins Spiel, der „allen politischen Querschüssen zum Trotz, einen richtig guten Job macht“. Dass die CSU zu dieser Einschätzung kommt, liegt laut dem Vorsitzenden im Wesentlichen darin begründet, dass es ihr gelungen ist, neben dem Ersten und Zweiten Bürgermeister einen Sitz in der Gesellschafterversammlung der Passionsvertriebsgesellschaft zu besetzen. Die werde voraussichtlich einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe verzeichnen.

Doch auch innerhalb des Ortsverbands tut sich was. Die Zahlen der Mitglieder – aktuell 55 – sind im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Aufgrund des in diesem Jahr erstmalig organisierten Faschingsballs konnte daneben auch ein kräftiges Plus für die Kasse erwirtschaftet werden. „Wir wollen nicht nur zu Wahlzeiten was aus dem Boden stampfen“, macht Köpf deutlich. Sondern auch sonst das Leben in der Gemeinde mitgestalten. Und die Bürger informieren. Deshalb gibt es neben der Homepage und den monatlichen Stammtischen jetzt ein neues Angebot. Die Orts-CSU hat vor einigen Wochen einen Twitter-Account (@CSU_Ogau) ins Leben gerufen. Über den Kurznachrichtendienst können Interessierte Abstimmungsergebnisse aus den öffentlichen Gemeinderatssitzungen nahezu in Echtzeit verfolgen. Auch so ein Schritt, um als Partei attraktiv zu sein.

Gewählt:

Erster Vorsitzender: Markus Köpf; Stellvertreter: Simon Fischer, Andreas Rödl, Thomas Schauer; Schatzmeister: Dieter Jesgulke; Schriftführer: Ludwig Fischer; Beisitzer: Dominikus Wolf, Thomas Knöpfle, Monika Kasseckert- Müksch, Ariane Hauswirth, Marc Heene, Gerhard Müksch, Christian Gallist, Arno Machnitzke; Kassenprüfer: Medardus Weindel und Herbert Schmidt.

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