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Drei Mädchen als Steinewerferinnen

Oberammergau - Die Serie von Sachbeschädigungen in der Halloween-Nacht in Oberammergau ist geklärt: Schülerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren waren die Täter.

Mit einem Halloween-Streich - wenn es denn einer sein sollte - hatte das Ganze nicht mehr viel zu tun. Im Ortsbereich von Oberammergau war es in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November zu mutwilligen Sachbeschädigungen und Zerstörungen gekommen, wobei die Täter Steine auf Autos warfen und auch diverse Fensterscheiben von Gebäuden zu Bruch gingen. Die Vandalen richteten dabei nach Angaben der örtlichen Polizeistation einen Schaden von 5400 Euro an. Recherchen und Hinweise von Bewohnern ergaben, dass als Tatzeit der Samstagabend zwischen 21.45 Uhr und 23.15 Uhr eingegrenzt werden konnte. Außerdem wurden in der fraglichen Zeit drei Jugendliche gesehen, die sich hauptsächlich im Bereich Ettaler Straße und Campingplatz aufhielten.

Tatsächlich kommt nun ein junges Trio ins Spiel, das für die Taten verantwortlich ist und das sich einige Tage später der Polizei stellte, und die Beteiligung zugab. Doch wer ihnen da gegenübertrat, überraschte auch die Beamten - drei Mädchen, eine 14 Jahre alt, die beiden anderen gerade erst 13. Sie kommen aus einem Dorf im Ammertal. Oberammergaus Polizei-Chefin Barbara Bergmair: „Sie sind selber gekommen und haben die Sachbeschädigungen eingeräumt. Zwei von ihnen sind ja noch strafunmündig.“ Nähere Angaben über ihre Motive, weshalb sie die Scheiben von Pkw’s und Häusern eingeworfen haben, hätten die drei Schülerinnen nach Aussage Bergmairs nicht gemacht.

In der besagten Nacht hatten die Mädchen, von denen zwei graue Kapuzenpullis trugen, ihre Zerstörungswut an verschiedenen Objekten ausgelassen: In der Ettaler Straße wurden an zwei Autos die Heckscheiben eingeschmissen, weiter gingen in der gleichen Straße Fensterscheiben eines Wohnhauses sowie des Landhotel Böld in der König-Ludwig-Straße zu Bruch. Dort hatten es die Täterinnen auf ein weiteres geparktes Fahrzeug abgesehen, das sie wieder mit einem Stein bewarfen - allein hier betrug der Sachschaden 1000 Euro. Und schließlich waren noch mehrere Wohnmobile am Campingplatz Zielobjekt der Steinattacken, hier entstand jedoch zum Glück kein Sachschaden.

Durch die Tagblatt-Veröffentlichung zog der Fall weitere Kreise, wodurch den Dreien offenbar ihr Tun erst richtig bewusst wurde und sie dann entschieden, aus eigenen Stücken die Polizei aufzusuchen. Zwei der Mädchen müssen mit keiner Strafverfolgung gemäß Gesetz rechnen, weil sie noch strafunmündig sind. Die 14-Jährige jedoch erwartet ein Verfahren, hier tritt die Staatsanwaltschaft in Aktion.

(hut)

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