Florian Streibl strebt Landtagsmandat an

Oberammergau - Bei den Freien Wählern bahnt sich eine faustdicke politische Überraschung an: Florian Streibl (45) will im September bei den Wahlen zum Bayerischen Landtag kandidieren.

Ganz offen bekannte der amtierende Zweite Bürgermeister von Oberammergau gestern, dass ihn diese Sache durchaus interessiere, und ging auf Nachfrage sogar noch einen Schritt weiter: "Ich kann mir das gut vorstellen, das würde Sinn machen." Über das weitere Procedere, ob als Erst- oder Zweitstimmenbewerber, sei bisher nichts vereinbart worden, ergänzt der Rechtsanwalt, politisch für die Parteilose Wählergemeinschaft im Passionsdorf aktiv. In dieser Woche werde eine Stimmkreisversammlung der Freien im Raum Bad Tölz stattfinden, danach sehe man weiter.

Vom Bezirksvorstand war Florian Streibl nach eigener Aussage angesprochen worden, ob er grundsätzlich Interesse hätte an einer Landtagskandidatur für die Freien Wähler. Relativ bald kam dann ein positives Signal der Rückmeldung aus Oberammergau.

Sofern der 45-Jährige das Vertrauen der Delegierten erhielte, würde er sich für den Stimmkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aufstellen lassen, was rechtlich möglich wäre, obwohl er dort nicht wohnt. Eine Kandidatur dort würde Streibl "mit einer gewissen Freude erfüllen, denn das war ja auch der Stimmkreis meines Vaters".

Dass die Freien Wähler am 28. September in den Bayerischen Landtag einziehen werden, dafür sieht der Vize-Bürgermeister diesmal "sehr gute Chancen", denn es habe zuletzt vieles gegeben, wo sich die Wähler über die Politik der CSU geärgert hätten. In Umfragen liegen die Freien für einen potentiellen Einzug derzeit im Bereich zwischen fünf und zehn Prozent.

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