Vom Landkreis angepachtet wird das frühere Hotel Friedenshöhe, um hier Flüchtlinge unterzubringen. Foto: hutter

Asylbewerber in Oberammergau

Friedenshöhe wird Flüchtlingsunterkunft

Oberammergau - In absehbarer Zeit werden 35 bis 40 Asylbewerber in das ehemalige Hotel Friedenshöhe in Oberammergau einziehen.

Immer wieder hatten Vertreter des Landratsamtes in den letzten Wochen verlauten lassen, dass es in Oberammergau neben dem Gebäude in der Bahnhofstraße (früherer Tedi-Markt) noch ein weiteres Objekt zur Unterbringung von Asylbewerbern gebe. Jetzt bei der Bürgerversammlung ließ Landrat Anton Speer die Katze aus dem Sack: Im ehemaligen Hotel Friedenshöhe in der König-Ludwig-Straße, wo einst schon Thomas Mann, Henry Kissinger und Nelson Rockefeller logierten, werden in Kürze 35 bis 40 Flüchtlinge einziehen. Speer wörtlich: „Die Angelegenheit steht kurz vor Vertragsabschluss. Wir werden das Haus aber nur kurzzeitig anmieten, gedacht ist vorerst an 14 Monate.“ Die Asylbewerber könnten relativ schnell einziehen, da größere Umbauten der 14 Hotelzimmer nicht erforderlich sind.

Die Friedenshöhe, die sich 110 Jahre in Familienbesitz befand, war im Februar vergangenen Jahres von den Besitzern Erich und Peter Schmid wegen fehlender Rentabilität geschlossen worden. Als Erwerber traten Wolfgang Kussmann und zwei weitere Investoren über eine Immobilienagentur aus Seefeld am Ammersee auf, die vorhaben, die alte Jugendstil-Villa von 1905 zu renovieren und diese dann zu verkaufen.

Die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft der Regierung in der Bahnhofstraße, die bis zu 100 Flüchtlinge aufnehmen kann, wird nach Aussage von Bürgermeister Arno Nunn in den kommenden Monaten umgebaut und soll dann ab 1. April oder 1. Mai eröffnet werden. Nunn zeigt sich erfreut, dass sich bereits ein Helferkreis aus 70 Personen gebildet hat.

(hut)

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