Frostgefahr für Wasserleitungen

Oberammergau - Die seit rund zwei Wochen anhaltende Frostperiode beunruhigt das Wasserwerk in Oberammergau: Wasserleitungen vor allem älteren Baujahrs drohen einzufrieren oder zu bersten.

Längst noch nicht in allen Straßen der Gemeinde Oberammergau ist das Versorgungsnetz auf einem zeitgemäßen modernen Stand. Viele Rohrleitungen sind 50 Jahre und noch älter und liegen zum Teil nur einen Meter tief im Boden. Nicht selten erfolgte die Einführung der Hausanschlüsse über die Lichtschächte im Keller, wo der Frost dann "leichtes Spiel" hat. Wasserleitungen in der heutigen Zeit werden 1,40 bis 1,50 Meter tief verlegt.

Bei extremer Kälte können Teile der häuslichen Wasserversorgung nicht nur einfrieren, sondern sogar platzen. Derzeit ist der Boden in Oberammergau bis zu einer Tiefe von 70 Zentimeter gefroren. Wasserwart Martin Köpf: "Das Auftauen eingefrorener Leitungen ist jedes Mal mit einem Riesenaufwand verbunden. Man muss dann eventuell sogar außen aufgraben und im Notfall eine Notleitung mit Begleitheizung legen."

Die Experten empfehlen betroffenen Hauseigentümern dringend, für eine ständige Zirkulation im Wasserkreislauf zu sorgen. Dazu müsse ein Wasserhahn dauerhaft leicht aufgedreht werden. Es reiche aus, das Wasser in Stricknadel-Stärke laufen zu lassen. Bedenken wegen eines hohen Wasserverbrauchs deswegen zerstreut Wasserwart Köpf: "Bis da ein Kubikmeter zusammenkommt, das dauert seine Zeit." Eine ständige Zirkulation könne aber all den Ärger um eine eingefrorene Leitung vermeiden.

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