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Wegen G7-Gipfel: Besucher der Passionsspiele in Oberammergau sollen Stau einplanen

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Von: Katharina Brumbauer

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Für das Theater gelten die gleichen Einlassregeln wie immer.
Für das Theater gelten die gleichen Einlassregeln wie immer. © dpa

Zwei Großveranstaltungen gehen im Kreis Garmisch-Partenkirchen parallel über die Bühne: die Passionsspiele und der G7-Gipfel. Wer nach Oberammergau möchte, sollte mehr Zeit einplanen.

Oberammergau – Es wäre das Worst-Case-Szenario: Wenn es die Wetterbedingungen und schlechten Sichtverhältnisse am kommenden Sonntag nicht zulassen, dass die Teilnehmer des G7-Gipfels 2022 in Elmau landen können, sondern vom Flughafen München die ganze Strecke ins Isartal mit dem Auto zurücklegen müssen. Zur gleichen Zeit machen sich auch die Besucher der Passionsspiele in Oberammergau auf dem Weg in den Landkreis.

Sie sind klar im Nachteil, müssten den Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen der westlichen Welt den Vortritt lassen und zeitweilige Straßensperren abwarten. „Wir raten allen, die für den 24., 26. oder 28. Juni Karten für die Passion haben: Planen Sie mehr Zeit für die Anreise ein“, betont Carolin Englert, Pressesprecherin des G7-Planungsstabs der Bayerischen Polizei.

Wegen G7-Gipfel 2022 in Elmau: Besucher der Passionsspiele sollten Stau einplanen

Möglichst früh loszufahren und lieber noch einen längeren, entspannten Aufenthalt im Ammertal zu genießen, empfiehlt die Polizeisprecherin allen, die während des Gipfeltreffens dem Gelübdespiel beiwohnen wollen. „Es ist ja eh so eine schöne Gegend.“ Eine, die mit Passion und dem Staatstreffen im Isartal an ihre Belastungsgrenze kommen könnte. Vor allem in Bezug auf den Verkehr.

„An den Zufahrtsstraßen zum Gipfelort werden, zusätzlich zu den bereits bestehenden Kontrollen an der Grenze zu Österreich, an mehreren Stellen Kontrollpunkte aufgestellt“, erklärt Englert. Auch der ADAC wird mit Checkpoints präsent sein und Hinweise zu Stau-Umfahrungen geben. Im Großraum München weisen außerdem Hinweisschilder auf Ausweichstrecken hin.

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Autofahrer sollen das Werdenfelser Land möglichst großräumig umfahren. Die Besucher der Passionsspiele werden, sofern sie aus Richtung der Landeshauptstadt kommen, bereits an der Anschlussstelle Penzberg von der A 95 geschickt. Reisen sie aus Richtung Allgäu an, zeigen ihnen bereits am großen Autobahnkreuz Memmingen, wo die A 7 die A 96 quert, Tafeln eine Umleitung um den Landkreis Garmisch-Partenkirchen an. Wer nach Oberammergau möchte, kann die A 96 bis Landsberg am Lech nehmen und dann über die B 17 und die B 23, an Schongau und Peiting vorbei, in Richtung Süden abbiegen.

Passionsspiele während G7: Ticketinhaber werden über Einschränkungen informiert

Die Einschränkungen am Weg zum Passionstheater sind das eine. Ob der G7-Gipfel auch Verschärfungen beim Sicherheitskonzept mit sich bringt, ist das andere. „Es werden die gleichen Auflagen gelten wie bisher“, sagt Englert. Diese fallen heuer sowieso deutlich strenger aus als noch 2010. Das Areal um das Theater ist eingezäunt. Die unmittelbar umliegenden Straßen können mit ausfahrbaren Pollern für den Autoverkehr gesperrt werden. Wer die Spielstätte betritt, darf keine Tasche mitnehmen, die größer ist als DIN A4, und keine Flasche, die mehr als einen halben Liter Flüssigkeit fasst.

Die Verantwortlichen des Gelübdespiels haben die Ticketinhaber vorab per E-Mail über die verkehrstechnischen Einschränkungen im Zuge des G7-Gipfels informiert. „Wir verweisen auch auf die Homepage des Landratsamts, dort sind alle Umfahrungen aufgeführt“, sagt Walter Rutz, Geschäftsführer der Passionsvertriebs GmbH und Werkleiter des Eigenbetriebs Kultur.

Polizei und Landratsamt versichern: Zufahrt zu Passionsspielen in Oberammergau jederzeit möglich

Dass die Zufahrt zum Veranstaltungsort jederzeit möglich ist, wurde ihm von den Planungsstäben der Polizei und vom Landratsamt zugesichert. „Wir sind im ständigen Kontakt mit den Reiseveranstaltern, können sie beruhigen, dass sie sicher kommen können, von dem her können wir das gut händeln.“

Auch die Gäste, die in Garmisch-Partenkirchen untergebracht sind, oder Mitwirkende, die in der Marktgemeinde arbeiten, kommen über einen Korridor, im Konvoi mit Bussen, nach Oberammergau. „Ganz ehrlich, Straßensperrungen sind das Worst-Case-Szenario“, sagt auch Rutz, der Verunsicherung im Vorfeld von G7 vermeiden will. Die gebe es nur, wenn die Gipfel-Teilnehmer nicht nach Elmau fliegen können. „Insofern glaube ich, bekommen wir das gut hin.“

Noch mehr aktuelle Nachrichten rund um das Gipfeltreffen 2022 finden Sie auf Merkur.de/G7-Gipfel Elmau

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