Ungewisse Zukunft: Bleibt die Hauptschule Oberau im neuen Mittelschulverbund bestehen? foto: Schneider

Hauptschule Oberau droht das Aus

Oberau - Die Bayerische Staatsregierung hat einen Mittelschulverbund der Gemeinden Oberau und Oberammergau abgelehnt. Die Zukunft der Oberauer Bildungseinrichtung steht jetzt in den Sternen.

Durch die Entscheidung der Regierung von Oberbayern, ist klar, dass es im Landkreis künftig nur zwei Schulen nach dem neu einzurichtenden M-Modell (das heißt mit Klassen in den Jahrgangsstufen 10 und 11) geben wird, in der auch Volksschüler den mittleren Bildungsabschluss erreichen können - nämlich in Murnau und Partenkirchen. Beide Bildungseinrichtungen können somit mit einer Schülerzahl von je 750 rechnen und damit die erforderlichen Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales in eigenen Klassen zusammenfassen. Oberau und Oberammergau wären nur auf 229 Schüler gekommen.

Nachdem auch in Partenkirchen für Oberauer Schüler kein Platz mehr ist, sieht Bürgermeister Peter Imminger (CSU) jetzt nur zwei Möglichkeiten: „Entweder wir unternehmen nichts und warten bis unsere Hauptschule aufgelöst wird, oder wir schließen uns dem Nordverbund Murnau an.“ Für letztere Lösung hat er die Hoffnung, dass wenigstens einige Hauptschulklassen in Oberau verbleiben können, wenn sie -wie bisher - mit Schülern aus Eschenlohe und Ohlstadt aufgefüllt werden.

Von der Staatsregierung fühlt sich der Bürgermeister im Stich gelassen: „Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Schule wie gefordert mit einem Kostenaufwand von rund einer halben Million immer wieder erweitert und auf den neuesten Stand gebracht", schimpft er. "Jetzt soll alles wieder leer stehen.“

Imminger hofft jetzt auf faire Vertragsverhandlungen, die es möglich machen, dass der Gemeinde auch weiterhin Hauptschulklassen erhalten bleiben. So dass die modernen Unterrichtsräume mit Schulküche, Physik- und Werkraum auch weiterhin sinnvoll genutzt werden können.

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