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In der Warteschlange: Fans des Festivals am Donnerstag vor der Tourist-Information Oberammergau.

Die ersten Bands stehen bereits fest - darunter sind „gute Freunde“

Heimatsound-Festival 2020 in fünf Stunden ausverkauft

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Vom Versuchsballon zum Kult-Event - das Oberammergauer Heimatsound-Festival, das trotz Passion im kommenden Jahr wieder stattfindet.

Oberammergau – Der ganz große Run auf die Karten, wie noch in den vergangenen Jahren, er ist diesmal ausgeblieben. Das mag wohl in erster Linie daran liegen, dass das 8. Heimatsound-Festival 2020 in Oberammergau diesmal nicht mitten im Sommer stattfinden kann (aufgrund der Passion), sondern erst im schon etwas kühleren Herbst – nämlich am 9./10. Oktober. Dennoch: Die Verantwortlichen sind zufrieden. „Wir sind sowohl bei den Zwei-Tages-, als auch bei den Ein-Tages-Karten ausverkauft. Das freut uns natürlich“, beschreibt Frederik Mayet, Geschäftsführer der Passionstheater GmbH, die Situation.

Für Karten anstehen seit 7 Uhr

Die vielen wahren und echten Fans des Festivals halten Oberammergau also auch nächstes Jahr wieder die Treue. Dazu gehört auch Anne Diepen (52), die eigentlich aus Wolfratshausen kommt, in Ammergau aber gerade ein altes Haus umbaut. Schon um 7 Uhr früh hat sie sich am Donnerstag an der Tourist-Info in der Eugen-Papst-Straße um Karten angestellt: „Ich hab das maximale Kontingent, nämlich acht Tickets, gekauft. Die sind für meine Familie und Freunde. Wir sind jedes Jahr dabei und genießen diese einmalige, entspannte Atmosphäre bei dem Festival. Da ist immer das ganze Haus bei uns voll, mit 20, 25 Leuten.“ Diepen betont, schon auf vielen Open Airs gewesen zu sein, „aber Oberammergau hat einfach so was Spezielles und einen ganz eigenen Charme“. Gerade auch mit Kindern sei es eine coole Sache, hier dabei zu sein, und man spüre auch, dass die Leute im Dorf sehr nett und freundlich seien und dahinter stehen: „Zudem sind die Preise für die Karten echt human und fair. 69 Euro für zwei Tage, das passt echt.“

„Ein schöner Abschluss für‘s Dorf“

Um 8.45 Uhr öffnete am Donnerstag die Vorverkaufsstelle im Ammergauer Haus, kurz vor 14 Uhr meldete Walter Rutz von der GmbH: „Ausverkauft!“Frederik Mayet wertete dies als „Super-Erfolg“. Im ersten Jahr 2013 seien noch Karten übrig geblieben, 2014 hieß es dann zwei Monate vorher „alles weg“, und danach ging es immer ratzfatz. Vor einem Jahr gab es bereits eine halbe Stunde nach Eröffnung nichts mehr und brach sogar das Verkaufssystem online zusammen. Mayet freut sich, „dass heuer jeder eine Chance hatte, an Karten zu kommen“.

Aus Kempten angereist: Henderikus Lunenberg (71) freut sich, dass er wieder dabei ist.

Aus Kempten reisten in der Früh Henderikus Lunenberg (71) und sein Freund Alexej Schneider (50) an. Lunenberg wird nächstes Jahr schon das sechste Mal mit dabei sein: „Ich finde das Festival richtig toll, alles ist so entspannt. Schön finde ich auch, dass jungen Bands hier die Chance für einen Auftritt gegeben wird.“

Wer im kommenden Jahr dabei sein wird, steht erst zum Teil fest. Fest verpflichtet haben die Organisatoren bisher „Voodoo Jürgens“ und „Pam Pam Ida“ und auch die Riederinger Musikanten werden wieder mit von der Partie sein. Wie 2018, als sie am Nachmittag vom Publikum regelrecht umjubelt wurden. Dazu Frederik Mayet: „Die sind mittlerweile richtig gute Freunde von uns und haben es verdient.“

Dass das achte Heimatsound-Festival nächstes Jahr eine Woche nach dem Passionsfinale stattfinden wird, ist für den Geschäftsführer „ein schöner Abschluss für’s Dorf“. Anschließend freilich dürften die Ammergauer nicht mehr zu halten sein, wenn sie in alle Himmelsrichtungen in die Urlaubsregionen rund um den Globus ausschwärmen ...

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