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Volle Hütte - beim Heimatsound-Festival im Oberammergauer Passionstheater an der Tagesordnung

5. Heimatsound-Festival am 28./29. Juli im Passionstheater

Hammer-Band an der Angel

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Ausverkauft binnen vier Stunden! Das Heimatsound-Festival in Oberammergau hat sich prächtig gemausert. Heuer findet es zum fünften Mal statt.

Oberammergau – Selbst durch hartnäckiges Nachfragen lässt sich Frederik Mayet nicht erweichen: „Es ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber es schaut gut aus.“ Nur soviel verrät der 36-Jährige: „Es wird der Hammer!“ Wieder „es“. „Es“? Der Geschäftsführer der Oberammergauer Passionstheater GmbH ist voller angespannenter Vorfreude auf den Haupt-Act des 5. Heimatsound-Festivals am 28./29. Juli, das im Herbst vergangenen Jahres, als der Vorverkauf startete, binnen vier Stunden (!) ausverkauft war.

Auch sonst sind die Verhandlungen mit den Künstlern und Gruppen – 14 sollen es wieder werden – bereits weit fortgeschritten. Mayet und Konzertveranstalter Till Hoffmann suchen im ständigen Austausch die Crews aus: „Das klappt gut. Unsere Maxime ist es, immer wieder neue Bands zu holen.“ Dieses Jahr sind (bisher) folgende Künstler fest engagiert: Granada, Django S., Voodoo Jürgens, fiva x jrbb, Me + Marie, Jamaram und Claudia Koreck. Die weiteren sollen Zug um Zug folgen, inklusive „die Gruppe X“.

„Seiler und Speer“ ein Glücksgriff

Frederik Mayet macht es Spaß, Bands für das Passionstheater zu suchen: „Unser kleines Festival hat mittlerweile einen ganz guten Ruf, so dass die allermeisten sofort zusagen. Es ist auch schön, wenn man was entdecken kann.“ Wie vergangenes Jahr bei Seiler und Speer. Als die Österreicher ihr O.k. gaben, waren sie in Deutschland noch nicht so bekannt. Erst danach stürmten sie mit ihrem Hit „Ham kummst“ die Charts und waren natürlich auch das Highlight beim Heimatsound-Festival in Oberammergau. „So ein Glück brauchst Du halt manchmal“, gibt Mayet zu, und ergänzt: „Seiler und Speer hat’s in Oberammergau echt gut gefallen, das haben sie mir versichert.“

Überhaupt bestünde, so der 36-Jährige, der sich die Hauptorganisation mit Walter Rutz teilt, ein gutes Einvernehmen mit den einzelnen Gruppen. Es sei kein großes Problem, Bands zu finden. Nur ganz selten scheitert ein Engagement an hohen Honorarforderungen: „Wenn natürlich jemand 50 000 Euro für den Auftritt verlangt, ist das für uns total utopisch.“ Nicht übernehmen oder über’s Ziel hinausschießen, klein und bescheiden bleiben – nach dieser Devise wollen Mayet, Rutz und Christian Stückl auch weiter handeln. Man habe angesichts der großen Resonanz schon mal überlegt, von zwei auf drei Tage zu gehen, diese Idee dann aber wieder verworfen.

Einheimische stehen dahinter

„Es läuft, wie es läuft, und das ist gut so. Wir wollen den Bogen nicht überspannen. Schließlich findet das Festival mitten im Dorf statt und da wollen wir den Bürgern nicht zuviel zumuten“, bringt es Frederik Mayet auf den Punkt. Dass die Bevölkerung so aufgeschlossen sei und dem Event absolut positiv gegenüber stehe, freut die Verantwortlichen der GmbH: „Bei uns funktioniert dies vielleicht auch deswegen, weil die Einheimischen durch die Passion an viele Gäste gewöhnt sind. Woanders wäre dies eventuell ein Problem.“

Apropos Passion: 2020, das ja nicht mehr so fern ist, soll das Heimatsound-Festival nicht pausieren. Mayet: „Wir wollen es eigentlich nicht ausfallen lassen und sind auf der Suche nach einem geeigneten Standort.“ Das Dorf würde wohl aus allen Nähten platzen: 5000 Passions- und 5000 Festival-Besucher wären dann angesagt. Noch ist das Zukunftsmusik. Erstmal gilt es, das Heimatsound-Wochenende in diesem Jahr vorzubereiten. Auch die vielen freiwilligen Helfer, rund 200 an der Zahl, dürften sich bei aller Arbeit schon auf den Juli freuen. Mayet abschließend: „Mit diesem Potenzial im Rücken macht es einfach Spaß, so ein großes Event auf die Beine zu stellen.“

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