Der neue Direktor des Fünf-Sterne-Hauses: Andreas Kartschoke vor seinem neuen Arbeitsplatz.
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Der neue Direktor des Fünf-Sterne-Hauses: Andreas Kartschoke vor seinem neuen Arbeitsplatz.

Erfolgsrezept: Heimisch und international

Frischer Wind im Hotel Maximilian

  • Ludwig Hutter
    VonLudwig Hutter
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Oberammergau - Das Fünf-Sterne-Haus stellt sich personell neu auf und trennt sich von seiner Direktorin Julia Heinen. Ihren Posten übernimmt der 52-jährige Andreas Kartschoke. Doch das ist nicht der einzige Wechsel.

Gut sieben Jahre ist es jetzt her, dass Oberammergau in die Beletage der Hotels aufgerückt ist. Mit fünf Sternen sind im Landkreis nur Schloss Elmau, der Alpenhof in Murnau, Reindls Partenkirchner Hof – und eben das Hotel Maximilian ausgestattet. Als die neue Nobelherberge am Platz des früheren Hotels Ambronia an der Ettaler Straße am 28. September 2007 eröffnete, erfüllte sich der Unternehmer Ralf Schmidt aus Ratingen damit „einen langgehegten Traum“, in den er 6,5 Millionen Euro steckte. Das Glanzstück des Hauses – ein eigenes Brauhaus, das jährlich rund 35 000 Liter obergäriges Bier ausstößt.  In den letzten Jahren war es um das Maximilian ruhiger geworden. Zwischenzeitlich machten gar Verkaufsgerüchte die Runde, die Eigentümer Schmidt umgehend dementierte. Jetzt stellt sich die Fünf-Sterne-Herberge personell neu auf: Von Julia Heinen, die bisher das Haus leitete, übernahm Andreas Kartschoke zum 1. Januar den Posten des Hoteldirektors.

Der gebürtige Darmstädter, der nach eigenen Angaben seit dem 28. Lebensjahr in dieser Funktion tätig ist, unter anderem im Sheraton in Frankfurt und im Hotel Intercontinental in Stuttgart, drückte auch im Landkreis in den letzten Jahren Gastro-Tempeln seinen Stempel auf: Von 2008 bis Mitte 2013 dem Alpenhof in Murnau, und von Februar 2014 bis Jahresende dem Riessersee Hotel Resort Garmisch-Partenkirchen. Kartschoke zu diesem Wechsel: „Wir haben uns dort in beiderseitigem Einvernehmen getrennt. Ich habe eine neue Herausforderung angeboten bekommen, und es freut mich sehr, dass ich nun wieder ein niveauvolles Haus im Fünf-Sterne-Segment leiten kann.“ Zumal der 52-Jährige, der nach dem Abitur Koch und Hotelkaufmann gelernt hat, inzwischen im Passionsdorf sesshaft geworden ist: Er hat 2014 hier ein Haus gekauft und lebt dort mit seiner Frau, einer Lehrerin, und seinem sechsjährigen Sohn. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und sind glücklich, in so einer traumhaften Gegend wohnen zu können.“

Das kleine, aber sehr feine Hotel Maximilian mit seinen 20 Zimmern und Suiten will Kartschoke im Sinne seiner Vorgängerin Julia Heinen, die zur Familie des Eigentümers gehört und die sich nun anderen Aufgaben zuwendet, weiterführen. Erst zum Jahreswechsel wurde das „Maxbräu“, wie das Haus manchmal von den Einheimischen genannt wird, mit einer hohen Auszeichnung bedacht: In der Kategorie „Hotel 5 Sterne“ erreichte das „Maximilian“ den ersten Platz des Gastronomiepreises Bayern 2014.

Nicht nur in der Direktion, auch in der Küche des Hotels weht künftig ein frischer Wind: Frank Aust, bisher Alpenhof und Riessersee-Hotel, heißt der neue Chefkoch. Ihm zur Seite steht Peter Kubay, der ebenfalls neu ist. Insgesamt rund 30 Mitarbeiter, inklusive der geringfügig Beschäftigten, wollen dafür sorgen, „dass sich Hotel- und Gastronomiegäste in den beiden Restaurants Maxbräu und Benedikt rundum wohlfühlen“, wie es sich Andreas Kartschoke wünscht.

Dass das Bodenständige und das Internationale eine Einheit bilden, sich die Waage halten, ist das Bestreben der neuen Hotelleitung. Das bedeute, so der 52-Jährige, „dass bei uns hochrangige ausländische Gäste von der Nato-Schule genauso willkommen sind wie die Einheimischen, die einmal gepflegt speisen wollen oder auch nur mal auf ein Bier vorbeischauen“. Noch etwas ist dem neuen Direktor wichtig: „Wir können nur bestehen durch Qualität.“ Dies sei die Maxime im Maximilian, „denn es ist nicht nur schwer, fünf Sterne zu erreichen, sondern auch fünf Sterne zu behalten . . .“

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