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Ein imposantes Gebäude am Eingang zur Dorfstraße – das Hundesporthotel Wolf.

Seit 20 Jahren: Hundesporthotel Wolf in Oberammergau hat den Dreh heraus 

Urlaub mit dem Hund geht nicht? Geht doch - in diesem besonderen Hotel

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„Bitte keine Hunde“: Über solche Schilder an Hotels und Gasthöfen kann man im Hundesporthotel Wolf in Oberammergau nur müde lächeln . . .

Oberammergau– Menschen, die sich nicht so mit Hundetraining beschäftigen, werden wohl nur Bahnhof verstehen: JAD-Dogs, Fun Obedience, Agility, Nadac-Hoopers, Mantrailing, Mash-up. All diese Begriffe und noch viel mehr stehen auf der Liste von Seminaren, die aktuell vom Hundesporthotel Wolf in Oberammergau angeboten werden. 200 Kurse sind es ingesamt. Mit elf begann alles an diesem 4. April 1998, als Inge und Rudolf Wolf in eine Nische vorstießen, etwas bislang Einzigartiges in Deutschland wagten – die Eröffnung des bundesweit 1. Hundesporthotels. „Damals sind wir mit dieser Geschäftsidee belächelt worden“, blickte die Chefin des Hauses jetzt beim Festabend zum 20-jährigen Bestehen des Hotels zurück.

Deren unternehmerischer Mut, Gästen einen Urlaub mit ihrem Liebling anzubieten und damit gleichzeitig ein Hundetraining zu verbinden, schlug voll ein und hat sich als Erfolgsmodell etabliert. Das 90-Betten-Haus, das derzeit 35 Mitarbeiter – darunter viele langjährige – beschäftigt, ist das ganze Jahr „zu über 90 Prozent ausgelastet, und darauf sind wir schon ein bisschen stolz“, brachte es Inge Echtler in ihrer Festrede zum Ausdruck.

Alles für den Hund: Duschen, Schwimmbad, Shop

Für die 57-Jährige begann alles im Januar 1997, als sie zusammen mit ihrer Schäferhündin Olga ein Seminar in St. Moritz besuchte und davon schwer begeistert war: „Ich hab’ mir damals gedacht, was die Schweizer können, das schaffen wir auch in Oberammergau.“ Fortan setzte sie in ihrem ganzjährig geöffneten Hotel auf die Kombination „Urlaub mit dem Hund“. Heute stehen auf dem Gelände in unmittelbarer Nähe zum Passionstheater drei Hundesporthallen, wo über 60 Trainer im Jahr rund 200 Seminare für die Hotelgäste mit ihren vierbeinigen Freunden anbieten. Hier fühlen sich Mensch und Tier nicht nur wohl, sondern auch bestens betreut. Das Angebot für Zwei- und Vierbeiner wird ergänzt durch einen Außenplatz, durch Physiotherapie, Hundeduschen, -schwimmbad und -shop.

Zwei, die sich gut ergänzen: Richard und Inge Echtler, hier beim Festabend, führen das Hotel.

Indes ist Inge Echtler, die nach dem Tod ihres ersten Mannes Rudolf im März 2010 dreieinhalb Jahre später Richard Echtler heiratete, davon überzeugt, dass man den Standard ohne laufende Investitionen nicht hätte halten können: „Wir haben in diesen 20 Jahren immer renoviert, saniert und neu gebaut, sowohl im Hotel, als auch bei den Einrichtungen für die Hunde.“ Von 2016 bis jetzt, schätzt die gebürtige Unterammergauerin, habe man locker eine Million Euro investiert. „Von nix kommt halt nix“, betont die Chefin mit einem Augenzwinkern. Ihr Mann Richard (58) und ihre Mitarbeiter wissen, wie sich die engagierte Hotelierfrau tagtäglich in den Betrieb reinkniet, der Arbeitstag für sie oft erst um 2 Uhr nachts endet und eine 80-Stunden-Woche die Regel ist.

Beim sehr gut besuchten Festabend in der Halle B mit 200 Gästen – darunter viele Stammgäste, Trainer, Nachbarn und heimische Handwerker – lobte Landrat Anton Speer, über dessen Erscheinen sich Inge Echtler besonders freute, den unternehmerischen Mut der Betreiber: „Daraus ist eine richtige Erfolgsgeschichte geworden, die weit über die Region hinaus strahlt. Vorbildcharakter hat Eure Loyalität zur Region.“ Florian Hoffrohne von den Ammergauer Alpen würdigte die Geschäftsidee: „Ihr habt den Mut gehabt, mit Eurem Hotel einen ganz neuen Weg zu gehen, und seid dafür belohnt worden. Für unsere Tourismusregion ist das Hundesporthotel Wolf ein ganz wichtiger Partner.“

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