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Kleine Sensation in Oberammergau: Der Luggi-Lauf findet statt

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Von: Josef Hornsteiner

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Ein Bild, wie aus einer anderen Welt: Beim Luggi-Lauf gingen normalerweise bis zu 4000 Teilnehmer an den Start. So viele werden es heuer bei Weitem nicht werden. 
Ein Bild, wie aus einer anderen Welt: Beim Luggi-Lauf gingen normalerweise bis zu 4000 Teilnehmer an den Start. So viele werden es heuer bei Weitem nicht werden.  © Thomas Griesbeck

Der traditionelle König-Ludwig-Lauf in Oberammergau findet heuer vom 4. bis 6. Februar statt. Die Frage ist nur, wie?

Oberammergau – Die gute Nachricht gleich vorab: Der König-Ludwig-Lauf 2022 findet statt. Marc Schauberger ist überglücklich, dass er nicht wie vergangenes Jahr absagen muss. „Wichtig ist, das einfach wieder was geboten wird.“ Doch sind noch einige Fragen offen, weiß der Organisator und Vorsitzende des gleichnamigen Vereins. Denn das große Rätsel ist – noch –, wie genau der traditionelle „Luggi-Lauf“ in Oberammergau heuer über die Bühne gehen wird.

So viel ist sicher: Die Traditionsveranstaltung wird vom 4. bis 6. Februar ausgetragen und diesmal eine reine Outdoorveranstaltung sein: Sprich, alles spielt sich diesmal draußen ab, fast alles – bis auf den Start in Ettal – passiert am Oberammergauer Sportzentrum. Von der Startnummernausgabe, die sonst im Ammergauer Haus stattfand, bis hin zur Siegerehrung. Dabei ist das Spektakel witterungsunabhängig. „Wir bereiten alles so vor, dass es auch bei Schneetreiben et cetera organisiert werden kann“, erklärt Schauberger.

König-Ludwig-Lauf 2022: Es gilt mindestens die 2G-Regel

Zudem müssen keine Teilnehmer abgewiesen werden, die sich bereits angemeldet haben. Der Lauf wird jedoch mindestens der 2G-Regel unterliegen: Also dürfen nur Geimpfte oder Genesene auf die Loipe. „Anders geht es nicht“, sagt der Luggi-Lauf-Organisator. Im schlimmsten Fall könnte noch die 2G-plus-Regel auferlegt werden. Dann müssten sich alle Teilnehmer noch vor den Läufen testen lassen.

So weit, so gut. Der Verein muss allerdings erst noch in enger Absprache mit den Behörden und dem Landratsamt einige Fragen mit Antworten versehen. Beispielsweise wie viele Teilnehmer insgesamt an den Start gehen können oder auch mit oder ohne Zuschauer. Noch wagt der Luggi-Lauf-Vorstand keine Prognose. Denn wie die Erfahrung aus zwei Jahren Pandemie zeigt, können Entscheidung sehr spontan fallen, sich auferlegte Maßnahmen rasend schnell wieder ändern.

Strahlende Sieger werden heuer am Oberammergauer Sportplatz ausgezeichnet. 
Strahlende Sieger werden heuer am Oberammergauer Sportplatz ausgezeichnet.  © Andreas Mayr

Doch egal, was in gut drei Wochen erlaubt sein wird oder nicht, das Wichtigste für den Vorsitzenden ist: „Die Sicherheit aller geht absolut vor.“ Die Organisatoren haben bereits viel positive Resonanz von den Teilnehmern und Helfern bekommen. Sie würden die Sicherheitsvorkehrungen begrüßen, freuen sich wie der Vorsitzende, dass endlich wieder was stattfindet – Hauptsache Luggi-Lauf, lautet die Devise. Auch wenn an dem „wie“ noch gefeilt werden muss.

Das Rahmenprogramm ist Stand jetzt noch offen. Die Siegerehrung wird zwar sicher am Oberammergauer Sportzentrum vollzogen. Ob es dort und bei den Läufen Zuschauer geben darf, ist unklar. Wobei ein Besucherverbot an der 42 Kilometer langen Strecke schwierig umzusetzen sein dürfte. Auch bleibt offen, ob es Stände mit Verpflegung für die Öffentlichkeit im Zielbereich gibt. „Wir wollen Besuchertrauben verhindern“, sagt Schauberger.

Marc Schauberger ist der Organisator des Laufs.
Marc Schauberger ist der Organisator des Laufs. © Andreas Mayr

Bei den Langläufern fehlen vor allem die internationalen Starter. Viele wissen nicht, welche Regeln zum Zeitpunkt ihrer Ankunft in Deutschland beziehungsweise bei Abreise zurück in ihr Heimatland gelten werden. „Dementsprechend ist vielen die Lage zu ungewiss.“ Dafür freut es Schauberger, besonders viele Einheimische begrüßen zu dürfen. „Das Teilnehmerfeld ist 2022 eher regional.“

Der König-Ludwig-Lauf fand zum ersten Mal 1968 in den Ammergauer Alpen statt. Ursprünglich ein kleines Gaudi-Event, entwickelte es sich über die Jahrzehnte zum größten Skilanglauf-Event Deutschlands.

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