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Josef Trissl wird seit  Anfrang Februar vermisst.

Polizei hat die Vermisstensuche inzwischen eingestellt

Von Josef Trissl (82) fehlt weiter jede Spur

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Am 4. Februar verließ er seine Wohnung. Seitdem ist er abgängig. Wo ist Josef Trissl aus Oberammergau?

Oberammergau – Er ist bekannt im Dorf, und so verwundert es nicht, dass bei der Polizei mehr Hinweise eingingen als bei anderen Vermisstenfällen. Dennoch gibt es bislang keine Spur, wo sich Josef Trissl aufhalten könnte. Seit zwei Monaten ist mittlerweile der 82-jährige, stark demente Oberammergauer als vermisst gemeldet. Dazu Werner Burger, Leiter der Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen: „Wir haben zum derzeitigen Stand keinen neuen Ansatzpunkt, der weitere Suchmaßnahmen rechtfertigen würde.“ In jüngerer Vergangenheit waren in Oberammergau immer mal wieder Gerüchte aufgetaucht – zum Beispiel, dass sich der Vermisste mit einem Flex-Bus in das ehemalige Jugoslawien aufgemacht habe. Derlei Spekulationen bezeichnet Kripo-Chef Burger als „absolut haltlos und Quatsch“. Solche Aussagen würden jeglicher Grundlage entbehren: „Der Gesuchte hat sich sicher nicht bewusst abgesetzt. Er hatte außer seiner Kleidung nichts dabei und wäre wohl ohne Geld nie soweit gekommen.“ Ebenso gehen die ermittelnden Beamten nicht von einem Suizid aus. Ein Unglücksfall könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Seit dem Nachmittag des 4. Februar, ein Sonntag, ist Josef Trissl abgängig. Er hatte gegen Mittag seine Wohnung im Pürschlingweg verlassen. Gegen 14 Uhr war er angeblich im Bereich der Klinik Oberammergau (ehem. Rheumazentrum) gesehen worden, um 16.30 Uhr dann in Unterammergau nahe der Engen Laine. Von da an verliert sich jede Spur. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war der 82-Jährige (trägt einen grauen Bart) mit einer blauen Jeans, einem karierten Hemd, einer braunen Strickweste und einer schwarzen Jacke bekleidet gewesen. Außerdem trug er einen grünen Hut.

Da der Vermisste trotz seiner Demenz-Erkrankung noch gut zu Fuß ist, hatte er in der Vergangenheit immer wieder „Ausflüge“ unternommen. Laut Kripo ist er auch schon einmal am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen aufgegriffen worden.

Nach Bekanntwerden seines Verschwindens wurde von der Polizei zügig eine großangelegte Suchaktion gestartet: Dabei durchkämmten rund 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bergwacht und Rotem Kreuz ein relativ großes Gebiet zwischen Unternogg bei Altenau, Ettal und der Landesgrenze, wobei auch Hubschrauber und Hunde beteiligt waren. Dabei wurden sowohl Fluss- und Bachläufe, als auch Wege, Steige und Waldstücke abgesucht. Ergebnisse? Keine! Die Hinweise, die durch den Polizei-Aufruf eingegangen seien, habe man, so Werner Burger von der Kripo, systematisch abgearbeitet; konkrete Anhaltspunkte oder die berühmte heiße Spur hätten sich nicht ergeben: „Solange wir keine neuen Gesichtspunkte haben, ruht der Fall bei uns. Mehr können wir momentan nicht tun.“

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