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Sportgelände in Oberammergau: Sanierung schreitet voran - Kleiner Geniestreich spart Geld

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Von: Manuela Schauer

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Wieder in Topform: die Tribüne am Sportplatz.
Wieder in Topform: die Tribüne am Sportplatz. © bartl

Wieder ein paar Baustellen weniger: Die Arbeiten am Bolzplatz und an der Tribüne am TSV-Sportgelände in Oberammergau sind erfolgreich beendet worden. Ein Wermutstropfen bleibt trotzdem.

Oberammergau – Ein schwarzer Fleck prangt mitten auf dem grünen Spielfeld. Eindeutige Sache: Der gehört da nicht hin. Ganz und gar nicht. Jugendliche hätten ein Feuer auf dem Hartplatz am Oberammergauer Sportgelände gemacht, sagt Peter Pest. Auf dem frisch sanierten Platz wohlgemerkt. „Die Täter konnten wir leider noch nicht ausfindig machen“, ergänzt der Bauamts-Mitarbeiter. Jetzt soll eine Spezialfirma den Schaden beheben.

Es ist eines der unschönen Kapitel bei dem umfangreichen Etappen-Projekt. Denn eigentlich verlief die Schönheitskur der TSV-Anlage bis dato zufriedenstellend. Der Bolzplatz wurde neu beschichtet und mit Markierungen versehen. Neben den Linien für Fußball und Basketball befinden sich nun auch Pfeile et cetera für die Jugendverkehrserziehung auf dem Boden. In Zukunft soll dort die Fahrradausbildung der Kindergärten und Schulen aus dem Ammertal stattfinden. Das Sorgenkind, der Zaun, ist inzwischen ebenfalls instandgesetzt worden. Er war ausgebeult und ausgerissen, Verletzungsgefahr bestand. Das gehört nun der Vergangenheit an. Wenngleich mit Verspätung. Schließlich war die Maßnahme – sie schlug mit 40 000 Euro zu Buche – zuletzt geschoben worden – der klammen Gemeindekasse zuliebe.

Geringere Kosten als geplant

Neben der Tartanbahn, die die Gemeinde bereits 2021 von ihren Problemstellen befreien ließ, lag der Fokus nun auf der Tribüne. Seit 3. Oktober 1988, also seit 34 Jahren, nehmen dort Zuschauer wie Sportler Platz. Doch die Witterung hatte der Sitzgelegenheit zugesetzt. Das Holz – spröde, grau und alt. Die Halterungen rosteten vor sich hin, das Kopfsteinpflaster lockerte sich. Also: Holz entfernen, Ersatz beschaffen. Von wegen. Pest schlug vor, dass „Kambala“-Holz doch einfach einmal abzuhobeln. Das Ergebnis überraschte: Das Holz sah wieder aus wie neu.

Der Sachverstand des Bauamt-Mitarbeiters trug dazu bei, dass sich die Gemeinde Geld sparen konnte. Ein kleiner Geniestreich sozusagen. Denn mit 80 000 Euro rechnete man, gerade einmal die Hälfte kostete die Maßnahme. „Sogar die alten Halterungen wurden geschliffen und neu verzinkt, sodass sie wiederverwendet werden konnten“, sagt Pest.

Nach guten fünf Wochen war die letzte Steinplatte verlegt. Eine neue Sprecherkabine ist bereits bestellt. Das Nachfolger modell nimmt voraussichtlich im Frühjahr ihren Platz auf der Tribüne ein. (Dominik Bartl)

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