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Zum Therapieteam gehören auch Ergotherapeutin Sabrina Butt und Hund „Lilly Puuh“.

Tierischer Betreuer in Klinik Oberammergau

Therapeut auf vier Pfoten

Zum Betreuungsteam in der Klinik Oberammergau gehört in der Altersmedizin auch Therapiehündin „Lilly Puuh“. Ein solches Angebot haben nicht viele Häuser. Es ist aber nicht der einzige Grund zur Freude in der Geriatrie-Abteilung.

Oberammergau – Ein Jahr ist es her, dass die Klinik Oberammergau neue Wege gegangen ist. Seitdem gibt es in der Facheinrichtung für Rheumapatienten auch eine eigene Abteilung für Altersmedizin. 24 Betten stehen in der geriatrischen Reha bereit. Um die Patienten kümmern sich 20 Mitarbeiter aus den Bereichen ärztlicher Dienst und Pflegedienst mit spezieller Qualifikation für Geriatrie, Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungsberatung, Psychologie und Soziales. „Die gute Zusammenarbeit aller Berufsgruppen macht eine ganz wichtige Basis für die Arbeit mit älteren Patienten aus“, erklärt der Leitende Oberarzt der Klinik, Thomas Meurer. Er kann hinzufügen, dass diese ausdrücklich gelobt wurde. Und zwar bei dem Zertifizierungsverfahren, das die Abteilung durchlaufen und jetzt mit Bravour bestanden hat. „Ein großer Erfolg für unsere Klinik und unser geriatrisches Team“, unterstreicht Dr. Uta Penz, Leitende Ärztin der Geriatrie.

Zum Erfolgskonzept gehört dabei nicht nur die räumliche Ausstattung, die speziell auf die älteren Patienten ausgelegt ist, sondern auch der interdisziplinäre Behandlungsansatz. Teil davon ist ein Angebot, das es nur in wenigen Häusern gibt. Und zwar ein besonders süßes: Therapiehündin „Lilly Puuh“. Das dreijährige Tier, das bei der Leitenden Ergotherapeutin Sabrina Butt lebt, hat eine intensive Ausbildung erhalten. „Der Hund ist einfühlsam, anpassungsfähig, sucht Kontakt, kann durch Mimik und Körpersprache kommunizieren, genießt gemeinsame Aktivitäten und fordert zur Kontaktaufnahme auf“, erklärt Butt. Mit diesen Eigenschaften stellt „Lilly Puuh“ einen speziellen Reiz dar. Insbesondere ältere Patienten, die antriebslos oder dement sind, kann sie motivieren und so den Therapie-Erfolg fördern.

Je nach Krankheitsbild werde individuell entschieden, ob der Einsatz des Vierbeiners eine sinnvolle Methode darstellt. Natürlich nicht, wie es von Seiten von Klinikdirektor Robert Tauber heißt, ohne alle Anforderungen an Tierschutz und Hygiene strengstens einzuhalten. Er ist voller Freude darüber, dass ein Hund wie „Lilly Puuh“ das Therapie-Angebot ergänzt. Weil er weiß, wie selten das der Fall ist. Die Klinik betont nicht ohne Grund voller Stolz: „Dies ist einmalig in der Region Oberbayern.“

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