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In der alten Besetzung (v.l.) Michael von Mücke, Matthias Meichelböck, Martin von Mücke und Maxi Pongratz. 

Künftig ist eine Frau dabei

Kofelgschroa: Mücke-Brüder verlassen die Kult-Band

Fans, aufgepasst: Die Band Kofelgschroa strukturiert sich um und tritt künftig in neuer Besetzung auf. Einmal treten sie noch in der alten Formation auf.

Oberammergau – Matthias Meichelböck am Tenorhorn, Maxi Pongratz am Akkordeon, Michael von Mücke an der Gitarre und sein Bruder Martin an der Tuba – in dieser Konstellation kennt man die Oberammergauer Band Kofelgschroa. Das wird jedoch nicht so bleiben. Die Ammertaler wollen sich umstrukturieren.

Nach „reiflicher Überlegung“ wird Martin von Mücke die Band Ende März diesen Jahres verlassen. Das stressige Tourleben war ihm zuviel, er will sich lieber auf seinen Beruf als Baumpfleger konzentrieren. An seiner Stelle wird Theresa Loibl Tuba spielen. Die gebürtige Münchnerin ist eine langjährige Bekannte der Band. Nach einigen gemeinsamen Proben war klar: die Chemie stimmt. Ursprünglich hatte die 24-Jährige Klarinette studiert. Da Loibl jenes Instrument aufgrund einer Sehnenverletzung nicht mehr spielen konnte, stieg sie auf Tuba um. So kam eines zum anderen. „Theresa passt zu uns. Wir harmonieren gut miteinander“, befinden die Bandmitglieder einhellig.

Am Stil wird sich nichts ändern

Fest steht aber: Kofelgschroa wird es definitiv weiterhin geben – nur eben in anderer Besetzung. Heuer stehen noch einige Konzerte in ganz Deutschland an. „Wir genießen die letzten gemeinsamen Vorstellungen ganz besonders“, meint Meichelböck etwas wehmütig. Immerhin will auch Michael von Mücke die Band verlassen. Bis August wird er noch mit von der Partie sein. Ebenso wie bei seinem Bruder hat die berufliche Tätigkeit Priorität. Michael von Mücke ist Metallgestalter und wird im Frühjahr seine eigene Marke „Rumms“ auf der Mailänder Möbelmesse vorstellen.

Wer dann für ihn einspringen wird, ist noch völlig offen. „Vielleicht holen wir uns einen Schlagzeuger dazu“, überlegt Maxi Pongratz. Er stellt klar, dass sich am Musikstil von Kofelgschroa nichts Wesentliches ändern wird: „Unser Typus bleibt hypnotisch und verträumt.“ Im Raum steht ein neues Album, das in diesem Herbst aufgenommen werden soll und voraussichtlich 2019 erscheinen wird. Daran werden auch die Brüder von Mücke noch mitarbeiten. Aktuell nimmt die Band eine Reihe von 7Inch Singles mit alten Liedern auf. Diese entstanden in der Zeit, als die Musiker noch ausschließlich auf Hochzeiten und Geburtstagen spielten. „Da sind einige flotte Stücke dabei, wie etwa der Burschenplattler“, berichtet Michael von Mücke. Langfristig wollen die Ammertaler auch mit anderen Musikern zusammenarbeiten. Kreativer Treffpunkt ist das Oberammergauer Hotel Kovèl in der Tirolergasse, wo Kofelgschroa ihren Proberaum haben. „Wir wollen das Hotel für Privatveranstaltungen und als Austausch-Plattform für Künstler weiterhin am Laufen halten“, betont Michael von Mücke.

Das letzte Konzert,

das Kofelgschroa in alter Besetzung im Landkreis spielt, findet diesen Samstag, 3. März, im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum statt, Beginn ist um 20 Uhr.

Constanze Wilz

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