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Erstes Album im Mai: Maxi Pongratz startet eine Solo-Tour, will künftig dem eigenen Rhythmus folgen.

Letzte Konzerte im Januar

Kofelgschroa trennt sich: Einer macht solo weiter

Erst der Formations-Wechsel, dann das Aus: Die Oberammergauer Kultband Kofelgschroa wird es bald schon nicht mehr geben. Der kreative Kopf der Gruppe geht dann seine eigenen Wege.

Oberammergau– Ab Februar nächsten Jahres wird die Oberammergauer Band Kofelgschroa keine Konzerte mehr spielen. Das ließen die Musiker auf ihrer Facebook-Seite verlautbaren. „Seit über zehn Jahren sind wir nun fast durchgehend auf der Bühne gewesen, und das letzte Jahr hat gezeigt: eine kreative Pause tut uns sicher gut“, heißt es in einer öffentlichen Mitteilung.

Damit nehmen die vier Künstler Bezug auf jene Ereignisse, die das Fundament der Band zum Bröckeln brachten:  Gitarrist Michael von Mücke musste  im Sommer 2017 aufgrund eines Unfalls vorübergehend pausieren. Heuer verließ er die Band, um sich ganz auf seinen beruflichen Werdegang als Metallbauer zu konzentrieren. Aus demselben Motiv stieg auch sein Bruder Martin von Mücke (Helikontuba) aus. Für ihn war Ende März diesen Jahres Schluss, da der gelernte Baumpfleger seine Arbeit wieder voll aufnehmen wollte. Als Nachfolgerin für Martin von Mücke holte man die Tubistin Theresa Loibl ins Boot. Von der ursprünglichen Besetzung sind Maxi Pongratz (Gesang, Akkordeon) und Matthias Meichelböck (Tenorhorn) übrig geblieben. Sie treten gemeinsam mit Loibl und der Münchner Musikerin Maria Hafner an der Bratsche auf, die das Quartett aktuell vervollständigt.

Unterwegs mit Soloprogramm

„Die Formation ist super und es macht viel Spaß. Doch ist dies keine Basis für ein neues Album“, erzählt Maxi Pongratz. Der 30-Jährige lebt derzeit in München und hat jetzt beschlossen, künstlerisch eigene Wege zu gehen. Mit einem Soloprogramm, das seinen Namen trägt, will sich der Musiker alleine auf die Bühne wagen. „Das ist noch ungewohnt und neu für mich. Doch ich wollte ein Format finden, in dem ich mich frei von orchestraler Begleitung zeigen kann“, berichtet der Künstler. Das bedeutet vor allem eines: das Tempo drosseln, dem eigenen Rhythmus folgen.

Denn der stete Kreislauf aus Alben produzieren und auf Tour gehen hatte der Band auf Dauer zugesetzt, wie Pongratz erläutert: „Kofelgschroa ist dafür nicht gemacht. Nicht in diesem Tempo.“ Termindruck und Auftritte am laufenden Band widersprechen dem Prinzip der Gruppe. Immerhin besteht ihr Alleinstellungsmerkmal aus einem mäandernden, melancholischen Sound in Kombination mit dadaistischen Texten. Diese stammen allesamt aus Pongratz Feder. Er war der kreative Kopf der Band und führt deren unverwechselbaren Stil nun solo fort.

Im Mai 2019 soll sein unbenanntes Album beim Münchner Indie-Label Trikont erscheinen. Zum Einsatz kommen Instrumente wie Harmonium, Banjo, Akkordeon und Klavier. Rund 13 Lieder (zwei davon unter Meichelböcks Mitwirkung) wird die Platte umfassen. Auch wenn dieses neue Projekt für ihn eine willkommene Herausforderung darstellt, denkt der Musiker wehmütig an alte Zeiten: „Ich wünsch’ mir manchmal zurück, wie es früher war . . .“ Bis Ende Januar 2019 wird Kofelgschroa auf Bühnen außerhalb des Landkreises spielen. Was danach kommt, ist ungewiss. Fest steht, dass Pongratz zusammen mit den Mücke-Brüdern an der Passion 2020 teilnehmen wird. Ein letztes Heimspiel sozusagen, nur auf einer anderen Ebene.

Eine Übersicht der Termine findet sich im Internet auf den Seiten kofelgschroa.by sowie maxipongratz.com.

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