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Idylle pur: Abschalten und runterkommen kann man perfekt am Bayersoier See.

Festakt für 2018 geplant

Naturpark-Verein stellt Weichen

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Schritt für Schritt geht‘s vorwärts: Beim Naturpark stehen derzeit Personalien im Blickpunkt. Zum Beispiel die Ausschreibung des Geschäftsführers.

Oberammergau – Immer mit einem Auge schielt Florian Hoffrohne, Geschäftsführer der Ammergauer Alpen, in die benachbarte Naturpark-Region der Nagelfluhkette (Balderschwang, Hittisau, Oberstaufen) und deren Aktivitäten: Dort besitzen sie inzwischen in Immenstadt ein schmuckes Naturpark-Haus, eine Naturparkschule für Kinder und drei festangestellte Ranger. So weit ist man im Ammertal noch lange nicht – was auch gar nicht möglich ist: Offiziell erst seit 1. August darf sich die Talschaft mit diesem Prädikat schmücken. Ein Festakt des Ministeriums dazu soll im nächsten Jahr stattfinden. Nun gilt es, die weiteren Weichen zu stellen: „Wir werden nichts überstürzen und Schritt für Schritt vorangehen.“

Eine notwendige Formalie geht bereits am Donnerstag über die Bühne, wenn im Bayersoier Dorfstadel die nicht-öffentliche Mitgliederversammlung des Naturpark-Vereins stattfindet. Neben einer Satzungsanpassung stehen auch Neuwahlen des Vorstands für die kommenden vier Jahre auf der Tagesordnung. Vorsitzender ist derzeit Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn, der bereits signalisiert hat, dass er weitermachen würde. Als Stellvertreter amtieren Florian Hoffrohne und Robert Stumpfecker aus Unterammergau. Neu hinzu kommen sollen ein Schatzmeister und ein Schriftführer sowie je ein stimmberechtigter Sprecher der Staatsforsten, der Privatgemeinschaften, des Bauernverbandes, der Ammergauer Alpen, der Alm- und Weidegenossenschaften sowie der Jagdgenossenschaften. Auch die Gemeinden gehören dem Vorstand an.

Ein nächster Schritt ist dann die Ausschreibung eines Naturpark-Geschäftsführers. Bewerbungen sind bereits eingegangen. Dazu der Ammergauer-Alpen-Chef: „Wir haben die Unterlagen wieder zurückgeschickt mit dem Hinweis, dass die Stelle erst ausgeschrieben sein muss. Der Vorstand wird die Aufgaben definieren.“

Inwieweit (und wieviel) sogenannte Ranger (wie im Allgäu) angestellt werden, hängt von den Finanzen ab. Der neue Naturpark-Verein erhält eine jährliche staatliche Pauschale von 40 000 Euro. Hinzu kommen Fördermittel für Projekte. Die sechs Gemeinden des Ammertals steuern pro anno 100 000 Euro bei – nach einem bestimmten Schlüssen wie folgt aufgeteilt: Oberammergau 36 991 Euro, Bad Kohlgrub 24 878 Euro, Bad Bayersoien 12 036 Euro, Ettal 9729 Euro, Saulgrub-Altenau 8384 Euro und Unterammergau 7983 Euro. Florian Hoffrohne plädiert dafür, „dass man am Anfang schauen muss, wie finanziell alles funktioniert“. Es sei nicht förderlich, etwas über das Knie zu brechen. Man sollte, so der Geschäftsführer, zu Beginn nicht mit mehr als ein, zwei Projekten starten. Noch in diesem Jahr wird auch das erste Naturpark-Magazin fertig, mit vielen Infos für Einheimische und Gäste. Das Prädikat stetig zu bewerben, ist für Hoffrohne „ein wichtiger Gesichtspunkt“.

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