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Seit 2008 im Amt: Arno Nunn.

Nebensatz lässt Raum für Spekulationen

Kündigte Arno Nunn den Rückzug an?

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Steht Oberammergaus Bürgermeister nochmal für das Amt zur Verfügung? Offiziell sich Arno Nunn dazu noch nicht geäußert. Bei der Bürgerversammlung ließ er aber eine interessante Aussage fallen.

Oberammergau – 22.15 Uhr: Die mit gut 50 Anwesenden überschaubare Runde in der Oberammergauer Bürgerversammlung am Mittwochabend bereitete sich gerade aufs Heimgehen vor. Gemeindechef Arno Nunn (57) befand sich in den letzten Zügen seiner Politbilanz. Da auf einmal ein Nebensatz, der aufhorchen ließ. 

Ob nur so dahingesagt oder bewusst formuliert, in jedem Fall eine Aussage, die viel Raum zu Spekulationen gibt: Man habe gut gewirtschaftet in den letzten Jahren, verfüge beim Eigenbetrieb Kultur über ein Finanzpolster von elf Millionen Euro, womit sich die bevorstehende Passion gut vorbereiten ließe: „So etwas war schon lange nicht mehr da. Ich hinterlasse keinen Scherbenhaufen.“ Ein Satz, der bedeuten könnte, dass der Franke bei der nächsten Kommunalwahl 2020 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat antritt. 

Der Quereinsteiger, der 2008 völlig überraschend in das höchste politische Amt in Oberammergau gewählt worden war, hätte mit Ablauf der Wahlperiode zwei Amtszeiten absolviert und wäre mit dann 59 Jahren sicher noch nicht zu alt, um sich beruflich noch einmal neu zu orientieren. Offiziell hat sich Arno Nunn noch nicht zu seinen Plänen geäußert, es darf also spekuliert werden. Vor der Kommunalwahl 2014 hielt er sich lange bedeckt, erst im Januar gab er seine erneute Kandidatur bekannt.

Die Aussage in der Bürgerversammlung am Mittwoch werden wohl die politisch agierenden Gruppierungen in Oberammergau mit Interesse zur Kenntnis genommen haben. Ob da schon potenzielle Nachfolger mit den Hufen scharren? 

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