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Zentrale Anlaufstelle für die Passionsspiele 2020 – die neue Geschäftsstelle, die für 92 000 Euro umgestaltet wurde.

Neue Geschäftsstelle der Passion 2020 offiziell eingeweiht

Nur ein Steinwurf vom Theater entfernt

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Kurze Wege und schnell zu finden: Besucher-freundlich ist die neue Geschäftsstelle der Passion 2020 in Oberammergau.

Oberammergau – Manchmal hat es auch sein Gutes, dass es den Banken so schlecht geht . . . Beispiel Oberammergau. Denn seit dem Aus für die Hypo-Vereinsbank in der Dorfstraße im Frühjahr 2015 – der Abzug der SB-Zone folgte im März 2017 – stand für die Gemeinde fest, dass sich hier ein interessantes Objekt auftut. Die Kommune schlug zu, erwarb die Räumlichkeiten im Parterre, hinzu kam auch noch ein früheres Schnitzereigeschäft an der Nordseite.

Der ideale Standort für die neue Geschäftsstelle der Passion 2020 war gefunden. Am Montag konnte nun vor 60 Gästen die offizielle Einweihung gefeiert werden. Walter Rutz, neben Gerhard Griebler von der AOVO Touristik AG der Geschäftsführer der Passionsspiele Vertriebs GmbH & Co. KG, strahlte natürlich zur Begrüßung: „Wir sind hier praktisch in direkter Reichweite zum Passionstheater, die Besucher haben kurze Wege und müssen nicht lange suchen. Auch für unsere Partner, Vermieter und Hoteliers ist das eine gute Lösung.“

In Rekordbauzeit von gerade mal zwei Monaten konnten die ehemaligen Bankräume nach den Bedürfnissen der Verantwortlichen umgestaltet werden. Zur Premiere von „Wilhelm Tell“ lief der Betrieb dort an. Rutz lobte das große Engagement von Bauamt, Bauhof, Hausmeister und Handwerkern, wobei er besonders seine Mitarbeiterin Monika Stückl, die mit der Bauleitung beauftragt war, in den Fokus rückte. Rund 92 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet, damit bleibt man unter dem Budget von 100 000 Euro. Auch Gerhard Griebler von AOVO ergriff zur Eröffnung kurz das Wort: „Wir haben jetzt beste Arbeitsbedingungen, um unser gemeinsames Ziel, eine gute Passion 2020 hinzubekommen, zu erreichen.“ Auch Dr. Norbert Stoeck, Aufsichtsratsvorsitzender von AOVO, war vorgestern nach Oberammergau gekommen.

Den kirchlichen Segen für die neuen Räume spendeten Pastoralreferentin Dr. Angelika Winterer für die katholische Pfarrei St. Peter und Paul sowie der evangelische Ortsgeistliche Peter Sachi. Beide verbanden mit der Einweihung den Wunsch, die vielen Besucher aus aller Welt mögen durch das religiöse Spiel vom Leben und Leiden Jesu in Oberammergau viel Kraft und Mut für ihren Glauben schöpfen.

Gute bis sehr gute Verkaufszahlen stehen natürlich bei Walter Rutz und seinem Team an oberster Rangstelle. Aktuell weisen die Statistiken eine ordentliche Entwicklung auf: „Wir sind optimistisch, dass bis Jahresende das Kontingent für die Wiederverkäufer ausgeschöpft ist. Das Ergebnis von 2010 sollten wir schaffen“, glaubt der Geschäftsführer. Das einst so große Interesse in den USA an den Passionsspielen sei zwar zurückgegangen, räumt Rutz ein, doch der US-Markt funktioniere nach wie vor. „Wirtschaft und Konjunktur drüben laufen gut. Das hat weniger mit Trump zu tun als noch mit seinem Vorgänger Obama. Derzeit besteht kein Grund zur Sorge.“ Unabhängig vom ausländischen Markt ist es das Bestreben der Verantwortlichen in Oberammergau, stärker auf den deutschen, österreichischen und Schweizer Markt zu drängen. Dafür wolle man auch die Werbung intensivieren.

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