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Ein typisches Oberammergau-Motiv mit Pilatushaus und Kofel im Hintergrund schmückt die Vorderseite des Null-Euro-Scheins.

Pilatushaus auf Vorderseite

Null-Euro-Scheine kommen in Oberammergau in Umlauf: Das hat es damit auf sich

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Das hat‘s noch nicht gegeben: Oberammergau taucht in Kürze auf einem Euro-Schein auf.

Oberammergau – Böse Zungen mögen jetzt behaupten: „Das passt so richtig zu Oberammergau, wo trotz Passion oft Geldnot herrscht.“ Doch aufgemerkt: Zum einen steht die Gemeinde finanziell derzeit recht gut da, und außerdem ist’s ein Gag, der für hohe Aufmerksamkeit sorgen dürfte. Ab Mitte Dezember kann in der Tourist-Information Oberammergau sowie online eine besondere Rarität erworben werden – ein Null-Euro-Schein, der auf der Vorderseite den Kofel und das Pilatushaus zeigt. Nur 5000 Stück davon werden gedruckt. Für Florian Hoffrohne, Geschäftsführer der Ammergauer Alpen GmbH, ist „das eine Geschichte, die wir unbedingt machen wollten“. Weil es etwas Besonderes ist.

Um Irrtümern vorzubeugen: Die Null-Euro-Scheine haben lediglich Sammlerwert, können natürlich nicht als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Diese Souvenir-Idee kommt aus Frankreich. In einer Banknotendruckerei des Landes werden die Scheine hergestellt und besitzen daher alle Sicherheitsmerkmale wie reguläre Geldscheine, die im Umlauf sind. Die Oberammergauer Null-Euro-Note mit dem Pilatushaus auf der Vorderseite – rückseitig sind bekannte Wahrzeichen Europas wie das Kolosseum in Rom, der Pariser Eiffelturm oder das Brandenburger Tor abgebildet – wird nur in einer Kollektion aufgelegt. Dazu Stefanie Reindl von den Ammergauer Alpen: „Wenn die 5000 Stück vergriffen sind, wird es keinen Nachdruck geben. Eventuell kommt dann ein anderes Motiv auf den Schein. Das hängt aber davon ab, wie groß das Interesse an der Aktion ist.“ Entwickelt wurde das Design mit dem Pilatushaus nach einer Vorlage des heimischen Fotografen Eberhard Starosczik.

Null-Euro-Schein: So bekommen Sie ein Exemplar

Die Auslieferung beziehungsweise der Verkauf der Null-Euro-Scheine läuft ab Mitte Dezember, jedoch können Interessenten schon jetzt Vorbestellungen tätigen, und zwar bei den Ammergauer Alpen in Oberammergau, persönlich oder unter Telefon 08822/922 740. Später erfolgt der Versand dann auch online über www.ammergauer-alpen.shop. Herausgeber des Scheines sind die Ammergauer Alpen und nicht irgendein Münz- oder Andenkenhändler. Ein Schein kostet 3,50 Euro. Je nachdem, wie groß die Nachfrage ist, behalten sich die Ammergauer Alpen vor, den Verkauf pro Person zu begrenzen.

Bei anderen Tourismus-Destinationen, die bereits Null-Euro-Scheine herausgegeben haben, machte man nach Aussage von Stefanie Reindl sehr gute Erfahrungen damit: „Wo wir angerufen haben, war die erste Auflage binnen weniger Monate vergriffen.“ Auf eine ähnliche Resonanz hofft man auch in Oberammergau: „Schauen wir mal, wie’s läuft.“ Die Null-Euro-Scheine in Deutschland gibt es erst seit 2016. Erfunden hat sie der Franzose Richard Faille; er wollte ein nachhaltiges Sammlerstück auf den Markt bringen, das durch Qualität und Originalität überzeugt.

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