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Die Führungsmannschaft des Ortsverbands: (v.l.) Ludwig Fischer, Thomas Knöpfle, Simon Fischer, Thomas Schauer, Monika Kasseckert-Müksch, Arno Machnitzke, Andreas Rödl, Gerhard Müksch und Vorsitzender Markus Köpf.

Wieder Ruhe nach den Unruhen

CSU Oberammergau kündigt Bürgermeister-Kandidaten an 

Ein Jahr vor der Kommunalwahl 2020 beziehen die Christsozialen in Oberammergau Stellung. Nach turbulenten Jahren und dem Neuanfang wollen sie das Rathaus zurückerobern.

Oberammergau – Die Kommunalwahlen 2014 waren mehr als spannend in Oberammergau und gipfelten in der Stichwahl zwischen Amtsinhaber Arno Nunn (parteifrei) und Herausforderer Dominikus Zwink (Engagierte Bürger). An diesem politischen Prozess hatten die Christsozialen keinen Anteil: Für den traditionsreichen Ortsverband, der einst mit Max Streibl den Ministerpräsidenten stellte – war erstmals in der „Neuzeit“ niemand in den Ring gestiegen. Eine absolute Ausnahme. Bei der es auch bleiben soll. Wie Vorsitzender Markus Köpf bei der Jahresversammlung sagte, wird die CSU Oberammergau 2020 wieder einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten haben. Wer das ist, stehe angeblich noch nicht fest. Ohnehin sei es ein Jahr vor der Wahl „noch zu früh“ für Personalien. „Die Kandidatenfrage werden wir in aller Ruhe im Herbst besprechen“, kündigte Köpf an.

Er wurde bei dem Abend im Hotel Alte Post wiedergewählt und startet nun in seine vierte Amtszeit. Seit Köpf 2013 das Ruder übernommen hat,fährt der CSU-Ortsverband wieder in ruhigeren Gewässern. Zur Erinnerung: Nach den katastrophalen Ergebnissen bei der Kommunalwahl 2008, bei der Rolf Zigon nicht als Bürgermeister wiedergewählt wurde, die CSU fast die Hälfte ihrer Stimmen und drei Mandate verloren hatte, drohte das schwarze Schiff fast unterzugehen. Von der Auflösung des Ortsverbands war 2011 die Rede, bis Peter Ostermeier als relativer Neu-Oberammergauer in die Bresche sprang. Aber er blieb – wie schon Peter Wirsch und Thomas Schauer – nicht lange in seinem Amt.

Liste für Nicht-Mitglieder offen

Das Personalkarussell drehte sich auch im Gemeinderat heftig, als Bernhard Flemisch zwar für Zigon nachrückte, aber vorher aus der CSU austrat. Michael Fux wechselte die Fraktion und ist nun lieber ein Gelber. Lokalpolitisches Durcheinander, das mit der Ära Köpf ein Ende genommen hat. „Es war eine Neu-Ordnung notwendig“, sagt der Vorsitzende.

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Seitdem hat sich viel getan: Gemeinsam mit Simon Fischer und Andreas Rödl bringt sich die CSU Köpf zufolge mit „guten Anträgen“ in den Gemeinderat ein. Es gibt regelmäßige Stammtische, gern werden auch Parteigrößen wie Alexander Dobrindt ins Ammertal eingeladen. Zudem hat der Ortsverband mit aktuell 51 Mitgliedern seinen eigenen Faschingsball etabliert. Die CSU ist, wie der Vorsitzende betont, nicht erst kurz vor der Wahl im Dorf aktiv und präsent. Ihre Liste möchten die Schwarzen auch dieses Mal für Nicht-Mitglieder offenlassen. Damit sich jeder, der sich den Themen verbunden fühlt, einbringen kann.

Gewählt

Vorsitzender: Markus Köpf, Stellvertreter: Simon Fischer und Andreas Rödl, Schatzmeister: Dieter Jesgulke, Schriftführer: Ludwig Fischer, Beisitzer: Dominikus Wolf, Thomas Knöpfle, Monika Kasseckert-Müksch, Ariane Hauswirth, Marc Heene, Gerhard Müksch, Arno Machnitzke, Thomas Schauer und Marianne Roth, Kassenprüfer: Medardus Weindel und Herbert Schmidt.

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