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Was für ein Anblick: Die Band „Lenze und de Buam“ bei ihrem Auftritt im vergangenen Jahr im Passionstheater.

Organisatoren wollten es nicht ausfallen lassen

Heimatsound-Festival steigt auch im Passionsjahr: Weitere Künstler für 2019 stehen fest

Diese Nachricht dürfte viele Menschen in der Region freuen: Es gibt auch 2020 jede Menge Musik, Camping und Spaß in Oberammergau. Nur diesmal später als gewohnt.

Oberammergau – Seit 2013 gibt es das Heimatsound-Festival in Oberammergau. Beliebt war es von Anfang an. Karten für das zweitägige Musikfest zu bekommen, ist enorm schwierig. Sie gehen weg wie warme Semmeln. In der Regel waren die 3300 Tickets pro Tag schon während der jährlichen Pressekonferenz der Passionstheater GmbH, bei der das Sommerprogramm vorgestellt wurde, vergeben. 2020 gibt es keinen Kultursommer, sondern nur die Passion. Heimatsound-Fans werden trotzdem auf ihre Kosten kommen. Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) gab jetzt den nicht-öffentlich gefällten Beschluss des Gemeinderates bekannt, dass das Festival auch im Jahr das Gelübdespiels stattfindet.

Die Pläne bestätigt GmbH-Geschäftsführer und Heimatsound-Koordinator Frederik Mayet. „Uns war wichtig, dass das Festival nicht ausfällt.“ Deshalb haben die Kulturschaffenden nach Möglichkeiten gesucht – und ein gutes Datum gefunden. Demnach wird am Wochenende nach dem letzten Gelübdespiel – also am 9. und 10. Oktober 2020 – wieder Musik gemacht. Wie Mayet erklärt, findet die letzte Aufführung am 4. Oktober statt – dann folgt ein letztes Fest für alle Mitwirkenden. Und wer mag, kann kurz darauf noch zum Heimatsound-Festival gehen. „Das ist sicher für viele ein schöner Abschluss für eine besondere Zeit“, sagt Mayet, der bei der Passion als Jesus auf der Bühne steht.

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 Das Wetter könnte den Plänen im Herbst – sonst findet das Festival immer im Hochsommer statt – einen Strich durch die Rechnung machen. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass sich der Herbst Anfang Oktober, wie schon so oft, von seiner schönsten Seite zeigt. „Natürlich kann man noch über die Zeiten reden“, sagt Mayet. Etwa, dass abends etwas früher Schluss ist. Oder auch, ob man das Zelt vom Passions-Abschlussfest für das Festival stehen lässt – als zusätzlichen Schutzbereich.
Bilder von 2018

Rechtlich ist für die Veranstaltung schon jetzt einiges zu klären: Denn wie Mayet bestätigt ist der Vertrag der Gemeinde Oberammergau mit der Passionstheater GmbH, der die Kultursommer in den vergangenen Jahren geregelt hat, inzwischen ausgelaufen. Über eine Fortsetzung der Kooperation wird derzeit verhandelt. Gleiches gilt für die Rahmenbedingungen für das Heimatsound-Festival 2020. „Da wird gerade am Vertrag gearbeitet.“

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Die Karten für die Herbst-Variante des Klassikers soll es wieder Ende des Jahres geben. „Vermutlich Mitte Oktober“, blickt Mayet voraus.

Zuvor steht aber heuer noch das Festival am 26. und 27. Juli an. Inzwischen können die Verantwortlichen zwei neue Künstler-Namen bekannt geben. Zum einen kommt Sophie Hunger nach Oberammergau, zum anderen tritt die Formation „Süden“ mit Werner Schmidbauer, Pippo Pollina und Martin Kälberer im Theater auf.

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