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Tierschützer: Jesus soll bei Passion E-Scooter fahren statt auf dem Esel reiten.

Vorstoß in Oberammergau

Radikale Forderung für die Passionsspiele: Jesus auf dem Elektro-Tretroller statt auf dem Esel?

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2020 zieht Jesus bei den nächsten Passionsspielen in Oberammergau wieder in Jerusalem ein. Geht es nach der Tierschutzorganisation verzichtet er dabei auf einen Esel. 

Oberammergau - Der Sohn Gottes auf Elektro-Tretroller? Bei den traditionellen Oberammergauer Passionsspielen im kommenden Jahr soll Jesus nach Ansicht von Tierschützern nicht auf einem Esel, sondern auf einem E-Scooter nach Jerusalem einziehen. 

Kein Esel mehr bei Oberammergauer Passionsspielen? PETA mit Forderung

Der Ritt eines erwachsenen Christus-Darstellers auf einem Esel sei tierschutzwidrig, erklärte die Organisation Peta am Donnerstag. „Heutzutage würde Jesus nicht mehr auf einem Esel reisen. Er würde sich vermutlich auf einem E-Roller oder mit einem anderen tier- und umweltfreundlichen Elektromobil fortbewegen“, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Deswegen forderte die Tierschutzorganisation unter anderem Oberammergaus Bürgermeister auf, bei den nächsten Passionsspielen auf Tiere zu verzichten.

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Vorschlag für Passionsspiele Oberammergau: Prompte Antwort auf den PETA-Vorstoß

Die Veranstalter teilten auf Anfrage mit, sich an die gesetzlichen Vorschriften zum Tierschutz zu halten. Die Alternative mit E-Scootern sei nicht denkbar, sagte Sprecher und Jesus-Darsteller Frederik Mayet, der sich gerade mit den Hauptdarstellern in Israel befindet. Die Passionsspiele stünden in einem historischen Kontext, in dem es noch keine Elektrofahrzeuge gegebenen habe. „Wir werden auch in Zukunft nicht auf Tiere verzichten.“ 

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