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Improvisationstalente: Scheibsta & die Buben.
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Immer wieder ein Kracher: Django 3000.

Ausverkauftes Passionsspielhaus

Party pur beim Heimatsound-Festival: Besucher feiern bis in die Morgenstunden

Ratschen, Tanzen, Feiern: Das Heimatsound-Festival in Oberammergau ist ein Gute-Laune-Garant – ob vor der Bühne oder draußen im Freien.Die siebte Auflage hat bewiesen: Die Veranstaltung begeistert die Massen

Oberammergau – Überall tummeln sich Menschen. Auf den Camping-Plätzen, auf dem Außengelände des Passionstheaters und innendrin. Sie feiern, tanzen, flanieren. Sorgen? Lassen sie zuhause. Nur eines zählt an diesem Freitag und Samstag: das Leben und die Musik zu genießen. Sie zelebrieren’s wie Profis.

Das siebte Heimatsound-Festival in Oberammergau lässt auch diesmal keine Wünsche offen. Für jedes Alter und jeden Geschmack – kulinarisch, aber vor allem musikalisch – ist etwas geboten. Zwei Tage lang verwandelt sich das Passionstheater in ein musikalisches Wohnzimmer für 14 hochkarätige Bands mit Bezug zu Bayern und dem Alpenraum.

Die Veranstaltung hat nichts an Anziehungskraft verloren. Laut Frederik Mayet, Geschäftsführer der Passionstheater GmbH ist das Festival mit insgesamt 6600 Besuchern wieder einmal restlos ausverkauft. Doch auch wer sich keine Tickets sichern konnte, kommt dank der beidseitig geöffneten Türen auf seine Kosten. Mayet zufolge belagern weitere 3000 Gäste das Außengelände. Dabei sein, ist alles.

Von „Scheibsta & die Buben“ gibt‘s einen „Weißbier-Reggae“

Das Programm – durch und durch vielseitig. Das junge Regensburger Quartett „Hadé“, das beim Publikumsentscheid im Rahmen des Heimatsound-Wettbewerbs als Sieger hervorgegangen war, eröffnet das Festival. Die Gruppe besteht aus drei Cousins und einer gemeinsamen Freundin, die Rock und Pop mit Rap-Elementen und bairischen Texten kombinieren. Daran knüpft die Kombo „Scheibsta & die Buben“ aus Salzburg an. Ihr dynamischer Genre-Mix sorgt für mächtig Stimmung. Die Gruppe bezieht die Zuschauer in die show ein, indem sie einen Refrain vorgeben. Anhand dessen improvisieren die Musiker – allen voran Rapper Philipp Scheiblbrandner – einen „Weißbier-Reggae“.

Lesen Sie auch: Heimatsound-Festival steigt auch im Passionsjahr

Still und andächtig wird es hingegen, als die Schweizerin Sophie Hunger auf der Bühne steht. Besonders geht das Stück „Z’Lied vor Freiheitsstatue“ mit melancholischen Zeilen auf Schweizerdeutsch unter die Haut. Im Anschluss kündigt Moderator Achim Bogdhan das interkulturelle Trio „Süden II“ an. Dabei nehmen Werner Schmidbauer, Pippo Pollina und Martin Kälberer das Publikum mit auf eine musikalische Reise, die eine Verbindung zwischen Sizilien und Bayern herstellt.

Den Höhepunkt des Abends bildet die Kultband „Django 3000“ aus dem Chiemgau. Ihr eingängiger Gipsy-Sound mit bajuwarischer Mundart bringt das Theater zum Kochen. Die Zuschauer stampfen und klatschen im Takt der Musik, dass die Bodenbretter vibrieren. Wild und ausgelassen geht es auch bei den fünf niederbayerischen Ghetto-Gstanzlern der Gruppe „Dicht & Ergreifend“ zu, die am Samstagabend als Rausschmeißer auftreten. Untermalt von dumpfen Tuba-Beats rappen Fabian Frischmann und Michael Huber teils politische, zynische und humorvolle Textzeilen. Außerdem geben sich am Freitag Philip Bradatsch, Leyya und Dreiviertelblut die Ehre.

Ins Bett gehen die Fans nach den Konzerten längst noch nicht. Sie verlassen zwar das Wochenend-Wohnzimmer, zahlreiche Gäste feiern aber an beiden Tagen bei den Aftershowpartys bis in die frühen Morgenstunden weiter. Warum? Weil sie nicht genug vom Heimatsound-Festival bekommen können.

Constanze Wilz

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