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Nun veröffentlicht: ein Plan, der die Zugänge zum Theatergelände zeigt. 

Im Oberammergauer Gemeinderat ging es wieder einmal rund

Ärger um Museums-Flyer: Verantwortliche wissen von nichts

Riesen-Ärger im Oberammergauer Gemeinderat: Dort gab es viele offene Fragen zum aktuellen Passions-Infoblatt. Darin wurden Museumspläne veröffentlicht, über die noch kein Gremium entschieden hatte.

Oberammergau – Jeder Arbeitsschritt wird haargenau beobachtet und hinterfragt: Die konservativen Lager in Oberammergau haben – so der öffentliche Eindruck – wenig Vertrauen in die Passions-Verantwortlichen und ihre Arbeit. Wasser auf die Mühlen der Kritiker ist das, was nun rund um das aktuelle Infoblatt zum Gelübdespiel 2020 passiert ist. Das 16-seitige Schriftstück enthält ungeplante und unbesprochene Veröffentlichungen. Entsprechend hitzig waren die Diskussionen im Gemeinderat.

„Das ist eine schlechte Herangehensweise“, echauffierte sich Ludwig Utschneider. Der Chef der Freien-Wähler-Fraktion hatte das Thema unter „Sonstiges“ angesprochen. So bekam die Sitzung kurz vor ihrem Ende noch einmal einige Brisanz.

Denn es zeigte sich: In dem Flyer wurden Pläne für das Oberammergau Museum publik gemacht, ohne das es dafür politische Beschlüsse gibt. „Die Kritik ist berechtigt“, sagte Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei), der eigenen Worten nach selbst von der Veröffentlichung überrascht wurde. Wie auch Werkleiter Walter Rutz, der für die Passion verantwortlich zeichnet. „Das ist schneller rausgegangen als gedacht“, räumte er ein. „Wir waren eigentlich noch nicht soweit.“

Das Projekt, um das es geht, trägt den Titel „Ummantelt – eine Rauminstallation“. Dabei soll das Museum teilweise mit einem Kubus umbaut werden, der sich im Inneren fortsetzt und Gebäudeteile durchtrennt. „Der entstandene Raum wird zu einer Ausstellung der inneren Passion“, heißt es auf Seite 12 des Flyers. Für die Veröffentlichung verantwortlich ist, wie Rutz in der Sitzung betonte, Museumsleiterin Dr. Constanze Werner, die Infos zu früh an die Vertriebs-Abteilung weitergegeben habe. Warum es in nächster Instanz keine Kontrolle der Inhalte vor ihrer Veröffentlichung gab, blieb aber offen.

Fragezeichen taten sich auch in puncto Absprache auf, als Kristina Rupprecht (BIO) den Zugangsplan für s Theater ansprach, der auf der letzten Seite des Flyers zu finden ist. Rupprecht zeigte sich verwundert: Ihr Eindruck sei bislang gewesen, dass die darin enthaltenen Informationen erst zu einem späteren Zeitpunkt preisgegeben werden sollen. Zweiter Bürgermeister Eugen Huber (Mit Augenmaß), Ansprechpartner beim Sicherheitskonzept, betonte: Das, was gezeigt werden kann, gehe auch raus. Hitzig wurde der Dialog, als Rupprecht nicht locker ließ: „Warum wurden die Anwohner nicht vorher informiert“, wollte sie von Huber wissen. Also jene Oberammergauer, die im Bereich der Zugänge leben und von den Sicherheitsvorkehrungen betroffen sein werden. Weshalb es mit ihnen vorab keine Gespräche gab, erklärte sich aus den Ausführungen Hubers nicht.

Unglücklich sind für Utschneider zudem die Hinweise in puncto parken: „Das Ortszentrum ist teilweise gesperrt und an den Spieltagen nicht für den privaten Verkehr zugelassen“, heißt es auf Seite 4 des Flyers. Für den Freien Wähler ist das ein schlechtes Signal – etwa für die Gewerbetreibenden Im Ort, die ja praktisch nicht mehr erreichbar wären. Florian Schwarzfischer (BIO) wollte wissen, in welcher Auflage der Flyer – er ist auch online einsehbar ist – gedruckt wurde und wie hoch die Kosten dafür sind. Beides konnten die Verantwortlichen in der Sitzung nicht sagen.

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