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„Das ist die Richtung, die ich mir vorstelle“: Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn.

Neu gegründete Freie Liste Oberbayern (FLO) hat den Oberammergauer Bürgermeister einstimmig nominiert

Arno Nunn will in  den Bezirkstag

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Doch kein Rückzug von der Politik? Mit einer Überraschung wartet Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn auf.

Oberammergau – Gut zwei Jahre vor der nächsten Kommunalwahl schießen allmählich auch in Oberammergau Gerüchte und Spekulationen ins Kraut. Bei Bürgermeister Arno Nunn mutmaßen „Insider“ der Ortspolitik, dass er sich womöglich nicht mehr als Bewerber für das höchste Amt in der Gemeinde aufstellen lassen könnte. Zumal er sich angeblich in Leipzig ein Haus gebaut beziehungsweise gekauft haben soll.

Jetzt sorgt eine Meldung für Aufsehen, die gestern auf den Redaktionstisch flatterte. Absender war die Freie Liste Oberbayern (FLO), ein Zusammenschluss unabhängiger Kommunalpolitiker, die zur Bezirkstagswahl am 14. Oktober in Oberbayern antritt und erstmals einen eigenen Wahlvorschlag einreicht. In einer Pressemitteilung heißt es, dass Bürgermeister Arno Nunn aus Oberammergau als Direktkandidat der FLO für den Bezirkstag im Stimmkreis Garmisch-Partenkirchen/Bad Tölz antreten wird. Er ist soeben auf der Aufstellungsversammlung der Gruppierung in Dietramszell einstimmig gewählt worden. Nunn begründet sein doch überraschendes Engagement wie folgt: „Es ist wichtig, dass künftig auch unabhängige Vertreter im obersten Kommunalgremium vertreten sind.“ Der 57-Jährige will sich im Bezirkstag, sofern er gewählt wird, für eine sachbezogene Politik einsetzen.

Bereits bei der letzten Kommunalwahl 2014 sei er von einigen „freien“ Listen angesprochen worden, ob er für den Kreistag kandidieren wolle. Dies lehnte Arno Nunn damals noch ab: „Als jetzt die Anfrage für den Bezirkstag kam, habe ich nach einer Phase des Überdenkens zugesagt.“ Welch’ skurrile Blüten Parteipolitik manchmal treiben könne, dafür liefere gerade das Gezerre um die GroKo das beste Negativ-Beispiel. Dem Oberammergauer Bürgermeister wäre es zwar lieber gewesen, die neue Gruppierung (die noch 2500 Unterschriften benötigt, um zur Wahl zugelassen zu werden) hätte sich Unabhängige Liste anstatt Freie Liste genannt, doch der Name stand bereits fest. Und wie sieht Nunn seine Chancen, in den Bezirkstag einzuziehen? „Mein Anspruch ist es, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Alles weitere wird man sehen.“

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