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Um diesen Bereich geht’s: die Dorfstraße am Max-Streibl-Platz (oben), die Ludwig-Thoma-Straße (Mitte) und die Verlegergasse (unten). 

Ortsgestaltung

Oberammergaus Dorfmitte wieder eine Baustelle

Für den zweiten Bauabschnitt im Rahmen der Dorfverschönerung fällt jetzt in Oberammergau der Startschuss. Die Arbeiten dauern mindestens bis zum Herbst.

Update vom 12. März um 16.48 Uhr:

Der Baubeginn verschiebt sich auf Montag, 18. März. Dazu hat sich die beauftragte Baufirma kurzfristig, entgegen der Absprache mit der Gemeinde, entschieden, teilt das Rathaus mit.  


Oberammergau – Es war eine Punktlandung mitten in der Vorweihnachtszeit: „Gefühlt wurde bis Heiligabend gepflastert“, sagt Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei). Doch schon zum zweiten Advent waren die Umgestaltungsarbeiten am Sternplatz abgeschlossen. Und damit rechtzeitig vor dem Wintereinbruch. Auch wenn sich der Frühling bislang noch nicht so richtig durchsetzen kann, sollen die Arbeiten in der Dorfmitte nun weitergehen: Am morgigen Mittwoch startet der zweite Bauabschnitt in der Dorfstraße.

„Jede Woche, in der wir früher anfangen können, tut uns gut“, sagt Nunn mit Blick auf die Baustelle. Viele Monate müssen sich die Anwohner, Bürger und Geschäftskunden nun auf Unannehmlichkeiten in der Dorf- und Ludwig-Thoma-Straße sowie in der Verlegergasse einstellen. Auf Autofahrer kommen nach und nach Sperrungen der einzelnen Straßenabschnitte zu.

Der Startschuss fällt für die Firma Haseidl morgen an der Dorfstraße im Bereich Devrientweg, Max-Streibl-Platz und Heimatmuseum. Dort rollen als erstes die großen Fräsmaschinen an, um die alte Straßenoberfläche abzutragen. Wie Bernd Sedlmaier aus dem Bauamt in einem Schreiben an die Anwohner zusammenfasst, werden außerdem die Einfassungen angeglichen, und die Entwässerung wird optimiert. In den weiteren Abschnitten sind zudem Tiefbauarbeiten, einn euer Straßenunterbau, Spartenverlegungen und Rinnen geplant. Am Ende bekommen alle Abschnitte frischen Belag.

955 000 Euro sind für die Arbeiten im Rahmen der Ortsumgestaltung vorgesehen. Für den Kanal fallen zusätzlich 50 000 Euro an, für neue Wasserleitungen 200 000 Euro. Letztere beiden Beträge müssen per Definition gesondert und über die Gebühren verrechnet werden, wie die Verwaltung betont. Für das Bauamt war es gestern kurzzeitig offen, ob der zweite Projektabschnitt wie geplant starten kann. Auch in Oberammergau hatte der Winter wieder Einzug gehalten. Wie Sedlmaier erklärte, gab es mehrere Gespräche mit der Firma Haseidl. Und letztlich die Entscheidung, den bereits getakteten Terminplan so zu belassen. Schließlich seien die großen Baumaschinen bereits ab Mittwoch für den Einsatz auf der Dorfstraße eingeplant.

Vier bis fünf Wochen wird die Vollsperrung für den Verkehr dort voraussichtlich dauern. Fußgänger haben zu jeder Zeit die Möglichkeit, zu den Geschäften zu kommen. „Gegebenenfalls muss die Zugänglichkeit durch Provisorien, Brücken oder Übergangslösungen hergestellt werden“, sagt Sedlmaier.

Für Nunn ist wichtig, dass dieser Abschnitt – in dem sich viele Läden befinden und Gäste flanieren – schnellstmöglich abgeschlossen wird. Er geht davon aus, dass der zweite Bauabschnitt bis ins letzte Jahresdrittel läuft. „Wir wollen bis Herbst fertig sein“, sagt er, „auch wenn das sehr ambitioniert ist“.

Über Monate
Straßensperrungen

geplant

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