+
Das ist geplant: Die Stelen mit den Bibelversen werden in Form einer Ellipse auf dem Max-Streibl-Platz aufgestellt. Ein Ort der Einkehr wird geschaffen. 

Ruhe-Oase mitten im Trubel

Passion 2020: Besondere Idee für den Max-Streibl-Platz

Am Max-Streibl-Platz in Oberammergau entsteht zur Passion 2020 ein Bibelkreis der anderen Art. Stelen mit Versen und Sitzgelegenheiten laden zum Innehalten ein. Raum, um über das Leben nachzudenken.

Oberammergau – Für Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) sind Peter Sachi und Thomas Gröner gern gesehene Gäste im Gemeinderat. Als der evangelische Pfarrer und der katholische Dekan kürzlich den neuen Sitzungssaal in Oberammergau eingeweiht haben, waren mit diesem geistlichen Beistand in dem streitlustigen Gremium prompt alle Beschlüsse einstimmig. Gleiches galt für das Votum zu einem Projekt, das die beiden Männer Gottes nun dem Gemeinderat vorgestellt haben: ein besonderer Ort im offenen Raum zur inneren Einkehr. „Ein Knotenpunkt mitten im Dorf“, wie Sachi die Pläne der ökumenischen Arbeitsgruppe erklärte.

Sie stellt seit einem Jahr unter dem Motto „Leidenschaft Leben“ das kirchliche Begleitprogramm zum Gelübdespiel in 2020 zusammen. Die Idee für den Max-Streibl-Platz beschrieb den Gemeinderäten Dr. Angelika Winterer, die die Passion von pastoraler Seite aus betreut. Demnach werden die Besucher „an prominenter Stelle im Vorbeigehen mit Impulsen konfrontiert“. Die Bibelverse auf den insgesamt acht Stelen sollen zum Innehalten anregen. Durch die elliptische Anordnung entsteht in der belebten Ortsmitte, in der an Spieltagen tausende Menschen herumwuseln, ein Kreis, in den man eintreten und sich hinsetzen kann. In diesem geschützten Raum soll Platz sein für die Themen Angst, Auferstehung, Solidarität, Schuld, Erlösung, Schöpfung und Theodizee – also die Gerechtigkeit Gottes. Auf Deutsch und Englisch wird auf jeder Stele eine provokante Frage gestellt. Zum Beispiel: „Welchen Tod muss ich sterben?“ um zum Nachdenken darüber anzuregen, inwieweit Ängste und Sorgen meinem Alltag einschränken. Dazu gibt es ein Bild und etwas Text.

Als Sitzgelegenheit denken die Verantwortlichen an sogenannte Steinschüttkörbe. Offene Gitter-Quader in die Steine gefüllt werden. Oben drauf kommen Platten. Beim Aufbau wird das Bauamt der Arbeitsgruppe helfen. Das Ergebnis ist Winterer zufolge „eine Oase der Ruhe“ im quirligen Treiben während der Passion.  Schon beim Gelübdespiel 2010 hatte es ein ähnliches Projekt gegeben. Damals waren die Stelen allerdings nicht zentriert, sondern im Ort verteilt gewesen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wohnraum bleibt in Garmisch-Partenkirchen ein Dauerbrenner
Nur ein Grundstück gehört der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen. Das nutzt sie, um bezahlbare Wohnungen zu bauen. Um weitere Einheiten zu schaffen, ist der Markt unbedingt …
Wohnraum bleibt in Garmisch-Partenkirchen ein Dauerbrenner
Schwarze Bastion im Isartal bröckelt, hält aber
Ein Waterloo im stockkonservativen Oberen Isartal ist bei den Landtagswahlen für die CSU ausgeblieben. Die Einbußen bei den Zweitstimmen sind zwar beträchtlich, dennoch …
Schwarze Bastion im Isartal bröckelt, hält aber
Erst Klaiser Post,jetzt Mittenwalder Jägerhof
Ein weiteres Traditionshaus in Mittenwald ist endgültig Geschichte: Das Hotel Jägerhof ist den schleichenden Tod gestorben. Nun hat es der erfolgreiche Unternehmer Dr. …
Erst Klaiser Post,jetzt Mittenwalder Jägerhof
Der Wahlsonntag live: Die vorläufigen Ergebnisse stehen fest - Kühn und Bachhuber gewinnen Direktmandat
Der Countdown läuft. Am Sonntag um 18 Uhr schließen die Wahllokale in Bayern. Wie der Landkreis Garmisch-Partenkirchen wählt und alle Reaktionen und News dazu, berichten …
Der Wahlsonntag live: Die vorläufigen Ergebnisse stehen fest - Kühn und Bachhuber gewinnen Direktmandat

Kommentare