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Die Oberammergauer Passionsspiele stoßen auf großes Publikumsinteresse.

Schweizer Ticketbörse verkauft weiter Karten

Passionsspiele 2020: Viagogo ignoriert  Gerichtsbeschluss -  jetzt fordern die Veranstalter ein Ordnungsgeld

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Viagogo verkauft weiter Karten für die Passionsspiele in Oberammergau. Zu horrenden Preisen und mit falschen Angaben. Jetzt wenden sich die Veranstalter erneut ans Gericht.

Oberammergau – Passionsspiele, Oberammergau, Karten – wer diese drei Stichwörter bei der Internet-Suchmaschine Google eingibt, stößt erst einmal auf das Ticket-Portal Viagogo. Dass es sich dabei um eine bezahlte Anzeige handelt, realisieren sicher nicht alle. Ein Klick und schon erfährt der Nutzer, dass Vorstellungen bereits „ausverkauft“ oder „nur noch wenige Tickets verfügbar“ seien. Außerdem gibt’s nach wie vor Karten für die Premiere am 16. Mai 2020, obwohl diese allein geladenen Gästen vorbehalten ist, – für wahnwitzige 1335 Euro. Dabei juckt den Anbieter mit Sitz in Genf/Schweiz offenbar gar nicht, dass ihm genau dieses Vorgehen am 26. Februarper Einstweiliger Verfügung vom Landgericht München I untersagt worden war. „Das ist denen vollkommen egal“, empört sich Walter Rutz, Geschäftsführer der Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH & Co KG. Ihm aber nicht. Deshalb haben er und sein Co-Geschäftsführer Gerhard Griebler sich gestern erneut ans Gericht gewandt mit der Bitte, gegen Viagogo ein empfindliches Ordnungsgeld zu verhängen. Dieses kann mit bis zu 250 000 Euro festgesetzt werden.

Oberammergauer tun alles, um Passions-Besucher zu schützen

„Wir tun alles, um zu verhindern, dass weitere Käufer darauf reinfallen“, betont Rutz. Zum einen geschieht dies über Hinweise auf der eigenen Internetseite, auf der explizit erwähnt wird, dass Karten für das Gelübdespiel zwischen 30 und 180 Euro kosten. Zum Vergleich: Viagogo bietet Karten für 272 bis 874 Euro an. Zum anderen durch die neuerlichen juristischen Schritte und entsprechende Hinweise an die Verbraucherzentrale Bayern.

Deren Mitarbeiter ist die Ticketbörse bestens bekannt. Das Portal gaukelt mit verschiedenen animierten Grafiken eine große Knappheit an Tickets vor, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Viagogo erwecke damit den Eindruck, zahlreiche weitere Interessenten bemühten sich um die Karten. Gleichzeitig sind auf dem Erstmarkt oft noch Tickets erhältlich. „Trotz der künstlich erzeugten Hektik auf der Viagogo-Seite sollte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und auch auf anderen Seiten suchen“, rät Tatjana Halm, Referatsleiterin Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Bayern. Der Preis des Zweitanbieters „ist oft um ein Vielfaches höher als der Originalpreis. Daran kann man erkennen, dass er sich nicht bei dem offiziellen Vorverkauf befindet“. Halm spricht von „miesen Tricks“, um Kunden zu ködern.

Passionsspiele 2020: Veranstalter müssen unseriöse Praxis ausbaden

Rutz fürchtet jedoch, dass mögliche Abmahnungen durch die Verbraucherzentrale und die Entscheidungen des Gerichts wenig fruchten. „Dubios“ nennt er das Unternehmen, das schon mehrfach durch sein unlauteres Geschäftsgebaren aufgefallen ist. Trotzdem lassen die Oberammergauer nichts unversucht. Ihr neuerliches Schreiben ans Landgericht München I wird nun vom zuständigen Richter geprüft. „Normalerweise wird der Gegner erst einmal um Stellungnahme gebeten“, verdeutlicht Pressesprecherin Dr. Anne-Kristin Fricke das Vorgehen. Dann heißt’s abwarten, ob aus der Schweiz eine Antwort eintrudelt. Man darf gespannt sein. Auf Tagblatt-Nachfrage hat Viagogo jedenfalls gestern nicht reagiert.

Letztlich müssen die Veranstalter die unseriöse Praxis ausbaden. Bei Konzerten von Weltstars standen bereits hunderte verärgerte Fans vor dem Eingang – mit ungültigen Karten. Bei Ed Sheeran etwa wurde eigens ein Trouble-Schalter eingerichtet, an dem sich Mitarbeiter dieser Probleme annahmen.

„Umgehen müssen letztlich wir vor Ort damit“, sagt auch Rutz. Wie das Oberammergauer Krisenmanagement ausschaut, steht noch nicht fest. Der Geschäftsführer hatte aber auch schon mit Kunden Kontakt, die sich für 3000 Euro bei Viagogo mit Karten eingedeckt haben. „Irgendwann ist ihnen aufgefallen, dass etwas nicht passt“, erinnert er sich. Eine ungute Situation, an der die Passionsspiele GmbH aber auch nichts ändern kann. Den Oberammergauern bleibe nur, gebetsmühlenartig auf ihren eigenen Vorverkauf hinzuweisen, meint Rutz. „Es sind – bis auf die Premierenveranstaltung – noch für alle Spieltage ausreichende Kartenkontingente auf unserer Webseite verfügbar.“

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