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Gestenreich, wie man ihn kennt, erzählt Christian Stückl (Mitte) hier bei einem Pressetermin mit englischen Journalisten in London von der Geschichte der Oberammergauer Passionsspiele.

Preisspanne liegt zwischen 234 und 759 Euro

Passionsspiele 2020: Das ändert sich für Besucher bei den Arrangements 

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Das Leitungsteam der Passion ist zufrieden. Es läuft gut mit dem Verkauf der Arrangements im Wiederverkäuferbereich. Mittlerweile können auch Privatkunden ihr Ticket- und Hotelarrangement zusammenstellen. 

Oberammergau – Es sind immer mehr Puzzlestücke, die sich zusammenfügen zu einem Bild, dessen letztes Teil am 16. Mai 2020, dem Tag der Premiere, die noch freie Lücke füllt. „Beim wöchentlichen Jour fixe wird alles intensiv durchbesprochen und diskutiert. Das kleinste Detail kommt auf den Tisch“ – so beschreibt Walter Rutz, Werkleiter der Gemeinde Oberammergau, den Austausch der Verantwortlichen bei den Passionsspielen 2020. Gerade erst sind Rutz, Spielleiter Christian Stückl, Pressesprecher Frederik Mayet und Gerhard Griebler vom Vertriebspartner AOVO von einer mehrtägigen Pressereise in London zurückgekehrt. „Christian hat vor Medienvertretern und Reiseveranstaltern die Passion vorgestellt. Das Echo war echt gut“, erklärt Rutz, der neben seiner Funktion als Werkleiter noch die Position des Geschäftsführers der Passionsspiele Vertriebs GmbH & Co. KG bekleidet. Zustande kam der Termin durch die Verbindungen der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Zufrieden ist das Leitungsteam der Passion mit den aktuellen Verkaufszahlen für Arrangements im Wiederverkäuferbereich. Von den rund 250 000 Zwei- und Drei-Tages-Arrangements seien bisher nach Angaben von Rutz zu 70 Prozent Anzahlungen geleistet worden. Auch Privatkunden können inzwischen ihr ganz persönliches Ticket- und Hotel-Arrangement buchen. Im Gegensatz zu 2010, als Eintrittskarten fest an Hotelkategorien gekoppelt waren, besteht jetzt für potenzielle Käufer die Möglichkeit, Karten- und Hotelkategorie frei zu wählen und miteinander zu kombinieren. Ein Beispiel: Ein 3-Tages-Arrangement (zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück in 1- bis 5-Sterne-Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen, dazu Eintrittskarte, ein Abendessen, ein 3-Gänge-Menü am Spieltag, Textbuch und kostenloser Bustransfer) gibt es für 309 bis 759 Euro. Das 2-Tages-Arrangement liegt bei 234 bis 529 Euro. Der Geschäftsführer glaubt, „dass sich diese Preisstaffelung in deutschsprachigen Ländern gut verkaufen lässt“.

Bei der Abwicklung des Vertriebs von Arrangements und Einzeltickets (erst ab 2019) stützt sich die Gemeinde auf AOVO Touristik mit Sitz in Hannover, wobei die Anteile in der Passions-GmbH mit 76:24 zugunsten der Kommune verteilt sind. Laut Walter Rutz funktioniere die Zusammenarbeit gut: „Die haben ein gutes System, das haut hin.“ Froh ist der Geschäftsführer darüber, dass sich der Gemeinderat nicht für einen Großen der Branche wie TUI, Neckermann oder DER entschieden hat: „Da bist du nur eine kleine Nummer. Mit AOVO gibt es kurze Wege, und alle Entscheidungen werden gemeinsam gefällt. Da musst du nicht erst in irgendwelchen Konzern-Zentralen in Hamburg oder Berlin anrufen.“

Dementsprechend wird der niedersächsische Touren- und Reiseanbieter AOVO auch in voller Mannschaftsstärke anrücken, wenn die Geschäftsstelle der Passionsspiele zum 1. Juli in die Räumlichkeiten der ehemaligen HypoVereinsbank umzieht. Nochmal Walter Rutz: „Auch vom Eigenbetrieb Kultur wird ein gutes Dutzend Mitarbeiter hier arbeiten. Es laufen dann alle Fäden in Organisation und Vertrieb sowie als Besucher-Infozentrum dort zusammen.“

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