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So sieht’s aktuell aus: Welche Farbe die Fassade des Bühnenhauses bekommt, steht noch nicht fest. 

Es wird viel getestet

Passionstheater: Welche Farbe bekommt das Bühnenhaus?

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Welchen Farbton wählen die Oberammergauer für das Bühnenhaus des Passionstheaters? Diese Frage sollte im Werkausschuss geklärt werden. Passierte aber nicht. Die Zeit war offenbar noch nicht reif dafür.

Oberammergau – Die Beschlussvorlage lag schon vor. Samt den Ausführungen zu Tagesordnungspunkt zwei. Der Werkausschuss hätte die Bühnenhaus-Fassadenfarbe des Passionstheaters festlegen sollen. Doch gleich eingangs der Sitzung grätschte Arno Nunn (parteifrei) dazwischen. Er stellte den Antrag, dieses Thema nicht zu behandeln. Ein Veto blieb aus, ganz links liegen ließ das Gremium die Gestaltungsfrage dennoch nicht.

Die Beweggründe für seinen Antrag lieferte Oberammergaus Bürgermeister gewohntermaßen ab. Die für Mittwoch terminierte Ortsbegehung war ausgefallen, sagte er. „Wir waren nicht so weit, dass wir dem Gremium etwas hätten präsentieren können“, ergänzt Walter Rutz auf Anfrage. Es wird noch weiter getestet. Ganz altmodisch mit dem Pinsel bringt ein Maler die Farb-Varianten auf der Wand an.

Eine Favoriten-Farbe hat man dagegen schon bei den Rahmen für die neuen Fenster auserkoren, die im Zuge der Millionen-Sanierung der altehrwürdigen Spielstätte eingebaut werden. Ein abgedecktes Weiß soll zum Einsatz kommen. Beschlossene Sache ist auch das noch nicht. Den Vorteil aber hob Rutz hervor. „Das passt zu allem.“ Schließlich müsse die Rahmenfarbe mit der des Gebäudes harmonieren.

Keine Entscheidung über die Köpfe hinweg

Wann eine Abstimmung erfolgen kann, steht derzeit noch nicht fest. Klar ist aber, dass Rutz den Werkausschuss bei der Festlegung auf ein Farbe involvieren möchte. Dieser kann dann entscheiden, ob sich auch der Gemeinderat mit dem Thema auseinandersetzen soll. Dem steht der Rathauschef sicher nicht im Wege, obwohl es ihm zufolge nicht erforderlich wäre, diesen Punkt in Ausschuss oder Gemeinderat zu behandeln. Doch er kennt seine Pappenheimer. „Wir sind in Oberammergau“, sagte er mit einem Augenzwinkern und spielte auf die bekannte Diskussionsfreude an. „Um ein Gremium kommen wir gar nicht herum.“

Das ist jedenfalls schon mal ganz nach dem Geschmack von Michael Fux. „Die Fenster sind ein Politikum“, merkte der Freie Wähler an. Er beklagte in der Sitzung, dass bereits deren Ausschreibung nicht transparent abgelaufen sei. Ein Vorwurf, der in der Sitzung unkommentiert blieb. Auf Nachfrage räumt der Werkleiter ein, dass es zu Unstimmigkeiten in puncto Auswahl gekommen war. Gleichzeitig weist er aber auf die öffentliche Ausschreibung der Fenster hin. Heißt konkret: Somit hatte jeder die Möglichkeit, die entsprechenden Unterlagen einzusehen. Die Sache ist mittlerweile mehr oder weniger gegessen. Trotzdem appellierte Fux an Bürgermeister Nunn und Rutz wenigstens jetzt das „Gremium mitzunehmen“.

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