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Betreutes Wohnen und eine Pflegestation mit 30 Betten umfasst das Seniorenwohnen Ammertal in Oberammergau.

64 Mitarbeiter betreuen derzeit 74 Bewohner

Seniorenwohnen Ammertal: Mietvertrag bis 2036 verlängert

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Oberammergau - Feierstunde im Seniorenwohnen Ammertal: Die Zukunft der Einrichtung, die von der BRK-Sozialservicegesellschaft betreut wird,  ist bis 2036 gesichert. Der Mietvertrag wurde verlängert.

Das Haus hat eine bewegte Vergangenheit: Einst als „Hotel Alois Lang“ eine renommierte Nobelherberge, 1990 nur noch Konkursmasse nach dem Passionskarten-Skandal des damaligen Eigentümers Friedrich Hörath und seit 1998 Altersruhesitz für Senioren aus der Region. Dies wird auch die Ausrichtung in den kommenden 20 Jahren sein, und darüber dürften sich nicht nur die Bewohner, sondern auch die Gemeinde Oberammergau und die Bürger im Ammertal freuen. Im Rahmen einer Feierstunde hat das Seniorenwohnen Ammertal vor kurzem den Mietvertrag für die Einrichtung an der St. Lukas-Straße 15 bis zum Jahr 2036 verlängert. Betrieben wird das Haus von der Sozialservicegesellschaft (SSG) des Bayerischen Roten Kreuzes.

Seit Mitte Juni dieses Jahres leitet Matthias Größl den Seniorenwohnsitz, und trotz der erst kurzen Zeit fühlt sich der 50-jährige, gebürtige Thüringer „schon richtig wohl“ im Ammertal. Er geht sogar soweit, zu sagen, „dass ich hier mal selbst gerne meinen Lebensabend verbringen möchte“. Bis dahin wird noch geraume Zeit vergehen, aktuell hat sich der dreifache Vater und begeisterte Sportler (Wandern, Mountainbiken, Triathlon) um Wohl und Wehe der Bewohner zu kümmern. Derzeit sind es 74. Das Haus verfügt über 50 Appartements für Betreutes Wohnen von 30 bis 75 Quadratmetern Größe sowie über eine Pflegestation mit 30 Betten. Darüber hinaus gibt es im Seniorenwohnen einen ambulanten Pflegedienst, in dem sich 13 Mitarbeiter um zirka 70 ältere Menschen zwischen Farchant und Bad Kohlgrub kümmern. „Die häusliche Pflege nimmt zu, denn viele ältere Leute wollen ihren Lebensabend, sofern es noch geht, zuhause verbringen. Auch der Gesetzgeber rückt dies immer mehr in den Fokus“, stellt Größl fest.

Deshalb hebt sich die Einrichtung von anderen Anbietern ab

Sein Haus, in dem aktuell 64 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt sind, sieht der gelernte Koch und Fachwirt für Gesundheit und Sozialwesen „gut aufgestellt für die Zukunft“. Man biete viel, je nach Wunsch und Bedürfnis der Bewohner: „Wir haben eine 24-Stunden-Versorgung das ganze Jahr über.“ Beispiele zu den Kosten: Der monatliche Eigenanteil bei Pflegestufe 1 für vollstationäre Pflege liegt bei 1700 Euro. Das Mittagessen, „das unser Küchenchef Detlef Jäger immer frisch zubereitet“ (Größl) gibt es für 82 Euro im Monat. Sogar ältere Leute aus dem Dorf würden diesen Service in Anspruch nehmen. Auch auf ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm legt der 50-Jährige großen Wert: Es reicht von normalen Angeboten wie Kartenspielen, Vorlesen aus der Zeitung, Gymnastik und Musikveranstaltungen über diverse Feste bis hin zu ausgefallenen Aktivitäten wie Reki, Qi Gong und Klangschalen-Therapie: „Damit heben wir uns deutlich von anderen Anbietern ab“, glaubt Matthias Größl.

Für eine Region wie das Ammertal sieht der Chef von Seniorenwohnen die Einrichtung als im Großen und Ganzen ausreichend an: „Im Betreuten Wohnen haben wir aktuell freie Kapazitäten, während es in der stationären Pflege eine kleine Warteliste gibt. Wenn wir noch 20 Betten in der Vollpflege hätten, wäre der Bedarf gedeckt.“ Vor diesem Hintergrund sieht Größl Bestrebungen im Nachbardorf Unterammergau auf Ansiedlung eines weiteren Seniorenheims als „wirtschaftlich sehr schwierig“ an. Es wundere ihn nicht, dass sich die Suche nach einem Betreiber so lange hinziehe. Auch der geplante Standort draußen auf der grünen Wiese überzeuge ihn nicht: Hier seien kurze Wege gefragt, zum Beispiel beim Einkaufen.

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