+
Eine Graphik des neu gestalteten Sternplatzes in Oberammergau: Im Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Ganz rechts ist eine mögliche Skulptur angedeutet.

Noch keine Entscheidung zur Skulptur am Oberammergauer Sternplatz getroffen

Bronze oder Holz? Alles eine Frage des Geldes

  • schließen

Kunstobjekte gibt es einige im Ortszentrum von Oberammergau. Nun soll eine weitere  dazu kommen. Doch noch sind sich die Kommunalpolitiker darüber nicht einig.

Oberammergau – Vom neu gestalteten Sternplatz in Oberammergau ist derzeit nicht all zuviel zu sehen. Schnee verhindert einen Gesamteindruck. Wenn dann im Frühjahr die weiße Pracht dahin geschmolzen ist, werden die Restarbeiten ausgeführt – unter anderem die Möblierung mit Sitzbänken, Fahrradständern und Abfallbehältern. Nach dem Willen des Gemeinderates soll auch ein Kunstwerk, eine Skulptur, den neuen Sternplatz schmücken. Darüber unterhielt sich am Montag der Bau- und Umweltausschuss.

Konkrete Ergebnisse gab es nicht: Einstimmig beschloss das Gremium, dass die Verwaltung zusammen mit Museumsleiterin Dr. Constanze Werner für die beiden Szenarien der Werkstoffe Bronze und Holz einen Wettbewerb vorbereiten möge. Bis Ende Mai will sich der Ausschuss dann erneut mit der Thematik befassen und eventuell Konkretes beschließen.

Zuviel war noch unausgegoren, als die Gemeinderäte am Montag eine Dreiviertel Stunde lang über ein Kunstwerk für den Sternplatz debattierten. Das wurde in den Wortbeiträgen deutlich. Wie wirkt die Skulptur, wenn im Winter der große Christbaum den Platz schmückt? Soll das Kunstwerk dauerhaft oder nur für einen begrenzten Zeitraum aufgestellt werden? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Ab wann soll das Werk das Areal schmücken?

Bürgermeister Arno Nunn, Wolfgang Proksch, Florian Schwarzfischer und Andreas Rödl plädierten dafür, nichts zu überstürzen und erst abzuwarten, bis der Sternplatz komplett fertig ist: „Ich kann nicht sagen, wie der Platz mal in seiner ganzen Dimension wirkt“ (Proksch), „Schauen wir uns doch das Ganze den Sommer über an“ (Rödl). Einig war man sich darüber, dass als Material nur Bronze oder Holz in Frage kommen – Bronze bei einer dauerhaften Lösung, Holz eher im Fall einer temporären Aufstellung. Eine klare Ansage machte Museumsleiterin Werner zu den Kosten. Wenn es eine Bronze-Skulptur werde, müsse man womöglich schon von Gesamtkosten in Höhe von zirka 100 000 Euro ausgehen, bei Holz sei man bei einem Viertel dieses Betrags. Karl-Heinz Götz betonte, „dass wir was G’scheides machen und dafür auch Geld in die Hand nehmen sollen“. Dominikus Zwink regte an, bei einem Wettbewerb auch ehemalige Schnitzschüler mit einzubinden; Ludwig Utschneider plädiert für eine Dauerlösung und schlägt als Motiv der Skulptur den traditionellen Sterngang vor, während Kathi Flossmann eine Skulptur aus Holz favorisiert: „Den genauen Standort würde ich aber erst später festlegen.“

Letztlich machte Arno Nunn den Vorschlag, für beide Varianten, Bronze und Holz, einen Entwurf für einen Wettbewerb anzufertigen und dann erneut darüber zu beraten. Dann dürfte auch mehr Klarheit herrschen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

St.-Anton-Anlagen  demoliert: Polizei fahndet
Es ist das Werk von Vandalen: Unbekannte haben an den St.-Anton-Anlagen gewütet.
St.-Anton-Anlagen  demoliert: Polizei fahndet
Unterstützung bei Straßenerschließungen: Geldgeschenk für die Bürger
Die Frage, wie stark Anwohner bei einer Straßenerschließung zur Kasse gebeten werden, birgt Sprengstoff. In Uffing verständigte sich jetzt der Gemeinderat auf einen …
Unterstützung bei Straßenerschließungen: Geldgeschenk für die Bürger
Föhnsturm zerstörte Bettinas Lebenswerk - doch dann passierte ein kleines Wunder
Bettina Müller sah ihr Lebenswerk in Trümmern. Der Föhnsturm zerstörte am Freitag ihre Minihaus-Oase bei Ohlstadt. Dann kamen 23 Freiwillige aus ganz Deutschland …
Föhnsturm zerstörte Bettinas Lebenswerk - doch dann passierte ein kleines Wunder
Landestagung und Sonderausstellung: Werdenfelser Krippenfreunde im Vorbereitungsstress
Viel zu tun gibt es für die Werdenfelser Krippenfreunde. Denn für den 23. November organisieren sie die 88. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde. Und zwei Tage …
Landestagung und Sonderausstellung: Werdenfelser Krippenfreunde im Vorbereitungsstress

Kommentare