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Skatepark Oberammergau: Spontane Wende

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Von: Manuela Schauer

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Am Ortseingang Nord würde in Oberammergau ein Areal zur Verfügung stehen, das der Gemeinde gehört.
Am Ortseingang Nord würde ein Areal zur Verfügung stehen, das der Gemeinde gehört. © Bayernatlas

Jetzt gibt es sogar eine dritte Option für den geplanten Skatepark in Oberammergau. Der heimische TSV macht‘s möglich.

Oberammergau – Die Suche verlief schon mal vielversprechend. Zwei Standorte für einen Skatepark konnte Thomas Huppmann aus dem Bauamt präsentieren. Einmal ein bereits aufgekiestes Areal an der Oberammergauer Ortseinfahrt Nord, die der Kommune gehört. Einmal einen Teilbereich der Fläche nördlich des TSV-Sportgeländes, angrenzend am Trainingsplatz. Eigentlich sollte der Bauausschuss in der Sitzung beschließen, dass Voraussetzungen für weitere Planungen geschaffen werden können.

Doch mussten Bürgermeister Andreas Rödl (CSU) und die Ortspolitiker Spontanität an den Tag legen. „Es hat sich heute noch was ergeben“, sagte der Rathauschef. Und zwar aus Richtung des TSV.

Elke Pukall wohnte der Sitzung bei und sollte das Gremium über die neuesten Entwicklungen informieren. Über die Synergien, die sich in Sachen Skatepark doch noch ergeben könnten. Es gibt Interesse an einem sogenannten Pumptrack, also an einer speziellen Bikestrecke mit Wellen. Die Idee wäre, meinte die TSV-Schriftführerin, „Skatepark und Pumptrack zusammenzudenken“. So wie in Füssen. Wenngleich die Anlage dort riesig sei. „Ich weiß nicht, ob sich das in kleinem Maßstab realisieren lässt.“ Zumal bei dieser Variante nicht beides auf einer Fläche machbar wäre, sondern sich Skate- und Track-Teil ergänzen müssten.

Prinzipiell standen die Ausschussmitglieder dem Gedankenspiel positiv gegenüber. Die Standortfrage wäre aber immer noch zu klären. Im Gremium gibt es auch Stimmen, die sich ein solches Angebot gut in Richtung Kolben vorstellen könnten. Schließlich existiert dort bereits ein Bikepark. Würde thematisch passen. Mit Klemend Fend, Geschäftsführer der Aktiv Arena, wurden bereits Gespräche geführt. Rödl aber missfällt diese Version, die einen Vertrag beinhalten würde. „Wir sind halt immer drittabhängig“, meinte der Bürgermeister. Lieber wäre ihm, das Projekt auf eigener Flur umzusetzen. „Dann haben wir die Hand drauf.“

Die Ortspolitiker verständigten sich darauf, sich mit den Zuständigen beim TSV auszutauschen. Gleichzeitig gab das Gremium einstimmig eine Absichtserklärung ab, dass im Haushalt für 2023 Mittel für das Vorhaben bereitgestellt werden. Das, betont Rödl auf Tagblatt-Nachfrage, „ist ein wichtiger Schritt“.

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