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Im Wandel: Derzeit laufen die Arbeiten auf dem Sternplatz in Oberammergau. E r bekommt unter anderem eine völlig neue Pflasterung. 

Ortsentwicklung

Sternplatz: Gemeinde lobt Wettbewerb für Skulptur aus

Der Sternplatz in Oberammergau wird derzeit neu gestaltet. Und aufgehübscht: Auf Initiative der Freien Wähler ziert ihn künftig eine Sternsinger-Figur. Dafür nimmt die Gemeinde zusätzlich Arbeit auf sich.

Oberammergau – Einst Parkplatz für Autos, künftig Raum für die Bürger, um sich mitten im Dorf aufzuhalten. Der Sternplatz nimmt bei der Dorfgestaltung in Oberammergau eine zentrale Rolle ein. Und sieht derzeit dementsprechend aus. Sämtliche Belege – egal ob Fahrbahn oder Bürgersteig – sind verschwunden. Dafür pflügt sich schweres Gerät durch die Sand- und Schotterwüste. Überall gibt es Absperrungen, ist der Weg zu den Geschäften beschwerlich. Es wird gearbeitet.

Die Freien Wähler, denen die Schaffung einer Kulturmeile am Herzen liegt, haben bereits Ende Juni im Bauausschuss des Gemeinderats eine Idee eingebracht: eine Skulptur für den Sternplatz, für die ein Wettbewerb ausgelobt wird. Noch vor der Sommerpause, lautete der Wunsch der Gelben, sollte dies besprochen werden. Das ist passiert – mit einem deutlichen Ergebnis. Demnach wird sich die Gemeinde selbst um die Organisation kümmern.

„Das soll sofort geschehen“, erklärt Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) die Vorgehensweise. Wobei er betont, dass es auch eine Alternative gegeben hätte: erst den Sternplatz fertig zu stellen. „Und schauen, wie alles wirkt.“ Schließlich würde nun ein offener Platz für die Bürger geschaffen – „und dann stellt man ihn gleich zu“. Nun geht man aber diesen Weg und lässt beides – die Arbeiten in der Dorfmitte – und den Künstlerwettbewerb parallel laufen.

Letzteres wird in die Hand von Museumsleiterin Dr. Constanze Werner gegeben. Inhaltlich gibt es Nunn zufolge bislang wenig zu der Idee, was für eine Art Skulptur gewünscht ist. Ob mit oder ohne Sockel, ob etwas Einzelnes oder eine Figurengruppe. Ob aus Holz oder Metall. „Klar ist nur das Thema“, verdeutlicht der Bürgermeister. Und das beziehe sich auf das Sternsingen. Interessanter Nebenfaktor: „Es gibt keinen historischen Bezug“, erklärt der Bürgermeister. Die offizielle Adresse der Häuser in diesem Bereich lautet Dorfstraße. Anfang der 1990er Jahre habe sich der Name Sternplatz etabliert, als dort Aktionen und Feste stattgefunden haben.

Wie viel Geld die Gemeinde für die Skulptur ausgeben wird, steht noch nicht fest. Eine Förderung wären nur im Raum gestanden, wenn sie den Wettbewerb größer ausgeschrieben hätte.

Rund zwei Millionen Euro werden in die Dorfentwicklung investiert, etwa 1,5 Prozent davon wären für die Kultur förderfähig. Das ist eine Summe von rund 25 000 Euro – an der sich wohl orientiert werden soll.

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