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Neun Bewerbungen gingen ein

Wellenberg hat ab Mitte Dezember einen neuen Betriebsleiter

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Neun Bewerbungen sind bei der Gemeinde eingegangen: Das Rennen um den Posten als Betriebsleiter im Wellenbad machte Ludwig Sechser. Er tritt somit die Nachfolge von Alexander Richter.

Ludwig Sechser ist Meister für Bäderbetriebeund technischer Betriebswirt.

Oberammergau – Üblicherweise locken die guten Arbeitsplätze ja in München. „Umso schöner, wenn es auch mal in die andere Richtung geht“, freut sich Oberammergaus Arno Nunn. Der Bürgermeister spielt damit auf die neueste Personalie in seiner Gemeinde an. Nach der Kündigung des bisherigen langjährigen Betriebsleiters im Freizeit- und Erlebnisbad Wellenberg, Alexander Richter, kann zügig ein Nachfolger präsentiert werden: Ludwig Sechser aus Germering, 30 Jahre alt, von Beruf technischer Betriebswirt.

Ob diese Einstellung wie ein „Sechser im Lotto“ für die Kommune ist, wird die Zukunft zeigen, doch Geschäftsleiter Christian Ostler hat schon mal „ein rundum positives Gefühl“ bei dem künftigen Mitarbeiter: „Er macht einen sehr engagierten und motivierten Eindruck. Wir sind froh, dass wir so einen fähigen Mann kriegen konnten. Auch vom Typ her sollte er gut ins Team reinpassen.“ 20 Angestellte sind aktuell im Wellenberg beschäftigt.

Froh ist man bei der Gemeinde vor allem deshalb, weil Ludwig Sechser bereits zum 11. Dezember im Bad anfängt. „Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass wir erst zum 1. April nächsten Jahres die Stelle des Betriebsleiters wiederbesetzen können. Umso schöner, dass es so zeitig klappt“, freut sich Nunn. Nachdem das Freizeitbad seinen Betrieb zum 16. Dezember wieder aufnimmt, kann sich der Germeringer noch eine Woche eingewöhnen. Dabei steht ihm auch noch sein Vorgänger Alexander Richter zur Seite.

Sechser ist geprüfter Meister für Bäderbetriebe. Bis 2016 war er Chef der Olympia-Schwimmhalle in München, zuletzt Projekt- und Bauleiter in einem Ingenieurbüro in Grafrath. Der künftige Wellenberg-Chef wird auch seinen Wohnsitz in den Landkreis verlegen, um näher an seinem künftigen Arbeitsplatz zu sein. Nettes Detail am Rande: Seine „baldige Frau“ ist ebenfalls im Bäderbereich tätig, als Betriebsleiterin im Hallenbad Geretsried. Auf die Ausschreibung der Gemeinde Oberammergau für den Wellenberg bewarben sich neun Personen. Drei kamen in die engere Auswahl, ehe schließlich die Entscheidung zugunsten von Sechser fiel. „Bei der Vorstellung hat er sich mit Abstand durchgesetzt“, betont Geschäftsleiter Christian Ostler. Bürgermeister Arno Nunn erließ anschließend eine Eilanordnung, „um schnell Nägel mit Köpfen zu machen“. Der erste Eindruck sei, „hier einen gut qualifizierten Mann gefunden zu haben“.

Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit wird sich der Germeringer vorrangig mit den Ergebnissen auseinander zu setzen haben, die das Sicherheitsgutachten nach dem tragischen Tod eines zehnjährigen Buben im Juli 2016 im Wellenberg brachte. Noch einmal Ostler: „Das Papier beinhaltet Empfehlungen und Vorgaben, die wir im Bad umsetzen müssen oder sollen. Das betrifft Gefährdungsbeurteilungen, Dienstanweisungen, Fluchtpläne und alle möglichen Dokumentationen. Alles muss künftig dokumentiert werden.“

Ludwig Sechser fühlt sich auf jeden Fall der Aufgabe gewachsen: „Ich freue mich auf diese Herausforderung und kenne den Wellenberg bereits. Dort habe ich schon mal eine Prüfung abgelegt.“ Dass künftig organisatorisch einiges umstrukturiert werden muss, ist dem 30-Jährigen bewusst: „So ein Bad zu führen, lässt sich nicht mehr vergleichen mit dem Berufsbild von früher. Die Verantwortlichkeiten haben sich grundlegend verändert.“

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