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Im Sportbecken des Wellenbergs passierte das Unglück: Aus bislang unbekannten Gründen verlor der Bub das Bewusstsein im Wasser und wurde zu spät entdeckt. Es gab keine Rettung mehr für ihn 

Tiefe Betroffenheit im Heimatort des Zehnjährigen

Tödlicher Unfall im Wellenberg: Kripo schweigt zur Ursache

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Oberammergau - Tief sitzt der Schock im 3800-Einwohner-Ort Langerringen im Kreis Augsburg. Viele fragen: Warum musste der zehnjährige E-Jugend-Fußballer im Oberammerauer Hallenbad sterben?

Es sollte ein fröhlicher Ausflug werden und der verdiente Abschluss der aktuellen Fußballsaison bei der E-Jugend der SpVgg Langerringen (Kreis Augsburg). Voller Vorfreude waren die zehn Kinder und acht Betreuer am vergangenen Samstag in ihrer Heimatgemeinde aufgebrochen. Am frühen Abend dieses Erlebnistages herrschte nur noch blankes Entsetzen und unbeschreibliche Trauer: Einer aus der Gruppe, ein zehnjähriger Bub, war leblos treibend im Sportbecken des Wellenbergs in Oberammergau aufgefunden worden, wo die jungen Fußballer ihren Ausflug ausklingen ließen. Dienstagmorgen gegen 5 Uhr ist der Bub im Kreisklinikum Garmisch-Partenkirchen gestorben.

Der schreckliche Unfall im Bad hat auch die Mitarbeiter des Wellenbergs schwer mitgenommen. Bürgermeister Arno Nunn: „Wir sind alle bestürzt und tief betroffen, was da passiert ist. So ein tragisches Ereignis geht an keinem spurlos vorbei.“

Bürgermeister Nunn nimmt Bademeister in Schutz

Am Samstag herrschte aufgrund des regnerischen Wetters reger Betrieb im Bad. Rund 620 Badegäste befanden sich am Nachmittag in der Einrichtung. Gegen 17.30 Uhr passierte es dann: Im Sportbecken mit seinen sechs 25-Meter-Bahnen sah ein fünfjähriges Kind einen im Wasser treibenden Körper – es war ein Bub aus der Langerringer Jugendfußballgruppe. Das Kind lief gleich zu seiner Mutter, die den Zehnjährigen unverzüglich aus dem Becken zog.

Gemeindechef Nunn weiter: „Unsere beiden Bademeister, die an dem Tag Dienst hatten, waren sofort vor Ort und begannen mit Reanimationsmaßnahmen, kurz darauf übernahmen dann die alarmierten Rettungssanitäter der örtlichen BRK-Bereitschaft.“ Mit dem Hubschrauber Christoph Murnau wurde der um sein Leben kämpfende Bub ins Kreisklinikum gebracht, wo er nun trotz intensiv-medizinischer Behandlung am Dienstag starb.

Polizei gibt keine Auskünfte zum Ermittlungsstand

Bei der ganzen Tragik des Geschehenen sieht Nunn keinen Grund, aufgrund des Unfalls Änderungen im Betrieb des Wellenberg vorzunehmen: „Die Rettungskette hat gut funktioniert, und die Bademeister befanden sich auf festgelegten Positionen. Dass sie nicht überall gleichzeitig im Bad sein können, muss jeder verstehen.“ In einem Raum der Badeaufsicht neben dem Sportbecken halten nach Angaben des Bürgermeisters zwei Überwachungsmonitore mit elf verschiedenen Kamera-Einstellungen verschiedene Bereiche in dem Bad fest. Dieses Material hat die Kripo Garmisch-Partenkirchen bereits gesichtet.

Dennoch gibt es bislang keine Angaben darüber, wie es zu dem schlimmen Badeunfall gekommen ist beziehungsweise, wie lange das Kind schon unter Wasser war. Ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bat um Verständnis, „dass wir keine weiteren Auskünfte zu Ermittlungsständen geben werden. Dafür sind Recherchen in solchen Bereichen zu diffizil und die Gefahr von Vorverurteilungen zu groß.“

Tiefe Betroffenheit in Langerringen

In Langerringen, dem Heimatort des Buben, herrscht seit Dienstag früh unbeschreibliche Trauer. Der Zehnjährige ging in die vierte Klasse der Grundschule und hatte unter seinen Mitschülern viele Freunde. Tief betroffen reagierte auch das Umfeld des örtlichen Fußballvereins auf die Todesnachricht. Bürgermeister Arno Nunn will „zu gegebener Zeit“ Kontakt zu den Eltern aufnehmen und ihnen die aufrichtige Anteilnahme der Gemeinde Oberammergau aussprechen.

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